Die Fährverbindung zwischen Aalbude und Verchen über die Peene soll ab der Saison 2027 mit einer neuen Solarfähre bedient werden. Das rund 220.000 Euro teure Boot wird im brandenburgischen Havelberg gefertigt und soll voraussichtlich im September ausgeliefert werden, wie der Geschäftsführer der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG), Torsten Grahn, am Mittwoch mitteilte.
Zulassung dauert mehrere Wochen
Nach der Lieferung steht noch ein mehrwöchiger Zulassungsprozess an. Deshalb wird die neue Fähre erst im kommenden Jahr richtig zum Einsatz kommen. Bis dahin muss das alte Wasserfahrzeug aus dem Jahr 1997 weiterhin seinen Dienst verrichten.
Größere Ausfälle habe es mit dem Diesel-Boot in diesem Jahr bislang nicht gegeben. „Natürlich müssen da ab und zu mal die Schlosser ran“, erklärte Grahn. Für den Busbetrieb MVVG ist die Fähre Aalbude das einzige Wasserfahrzeug.
Förderung und Bedeutung der Fähre
Die Neuanschaffung wird etwa zur Hälfte über Leader-Fördermittel finanziert. „Einen Zuwendungsbescheid haben wir noch nicht, allerdings eine mündliche Zusage“, berichtete Grahn.
Die Fähre setzt in jeder Saison mehr als 15.000 Einheimische und Touristen am Abfluss der Peene aus dem Kummerower See über und verbindet so die Landesteile Mecklenburg und Vorpommern. Im vergangenen Jahr war die Sorge aufgekommen, dass die Betriebserlaubnis für das alte Gefährt auslaufen könnte. Eine Online-Petition hatte daraufhin den Erhalt der Verbindung gefordert. Ohne die Fähre wäre ein Umweg von fast 30 Kilometern nötig. Eine Einstellung des Fährbetriebs hätte einen herben Rückschlag für die Tourismusregion bedeutet.