Wasserlecks passé: 50 Jahre alte Leitung in Teterow wird erneuert
Wasserlecks passé: 50 Jahre alte Leitung in Teterow erneuert

Seit März wird die rund 50 Jahre alte Trinkwasserleitung im Rhedebruch in der Teschower Siedlung in Teterow auf einer Länge von über 300 Metern erneuert. Die Leitung war marode und hatte wiederholt Lecks. Bauleiter Ralf Klipps berichtet, dass sogar während der Bauarbeiten an einem Ende der Leitung am anderen Ende mehrere Lecks auftraten. Die Gesamtmaßnahme kostet 1,2 Millionen Euro.

Gemeinschaftsprojekt mit neuen Leitungen

Neben der Trinkwasserleitung werden auch neue Elektroleitungen sowie Breitbandkabel verlegt. Dies geschieht als Gemeinschaftsaufgabe des Zweckverbandes „Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz“, der Stadt und der Stadtwerke Teterow. Zudem werden alle Hausanschlüsse für Trink-, Ab- und Regenwasser sowie die Hauptleitungen für Schmutz- und Regenwasser erneuert. Die Bauarbeiter müssen dafür zwischen drei und vier Meter tief in die Erde hinabsteigen. Klipps erklärt, dass früher viele Häuser mit einem Keller gebaut wurden und die Schmutzwasserleitungen darunter verlegt waren.

Ursprünglich war die Maßnahme für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant, wurde dann aber auf das Frühjahr 2026 verschoben. „Wenn man im Herbst anfängt und die Baustelle über den Winter liegen lässt, ist das eine Belastung für die Bürger“, begründet der Bauleiter die Verschiebung, um die Belastung für die Anwohner zu vermeiden.

Baufortschritt und provisorischer Parkplatz

Die Bauarbeiten kommen bislang problemlos voran. Nur an extremen Hitzetagen in den vergangenen Wochen war die Baustelle teilweise nicht besetzt. Polier Gregor Hellweg schildert, dass bei sehr hohen Temperaturen die Arbeiten früher, meist gegen 14.30 Uhr, abgebrochen wurden. Die neue Trinkwasserleitung ist bereits vollständig verlegt, und die Hausanschlüsse werden gerade erneuert und angeschlossen. Der provisorisch befestigte Parkplatz gegenüber der Arztpraxis am Beginn der Rhedebruch-Straße ist bereits fertiggestellt. Klipps hebt hervor, dass die Bauarbeiter den Parkplatz fertigstellten, als die Praxis im Sommer urlaubsbedingt geschlossen war. Über die neuen Parkflächen freuen sich sowohl Patienten als auch Anwohner. Hellweg schildert seinen Eindruck, dass die Stimmung unter den Anwohnern generell gut sei und sie aktuell alle auf ihre Grundstücke gelangen.

Grundhafter Ausbau bringt kurze Zufahrtssperren

In wenigen Wochen wird sich dies für kurze Zeit ändern. Nachdem alle Leitungen verlegt und alle Hausanschlüsse erneuert sind, erfolgt ein grundhafter Ausbau der Straße. Klipps verdeutlicht: „Wenn die Borde gesetzt werden, kann keiner auf sein Grundstück.“ Während des Straßenbaus können die Bewohner mit ihren Autos nicht auf ihre Grundstücke gelangen, ergänzt er. Der Rhedebruch erhält abschließend ein Betonpflaster, da das gesamte Wohngebiet gepflastert ist. Ziel ist, dass die Maßnahme Ende des Jahres abgeschlossen wird.