3000 Grad Festival: Tausende feiern Abschied von Feldberger Kieskuhle
3000 Grad Festival: Tausende feiern Abschied

Mit einem vollen Programm und tausenden Besuchern hat das 3000 Grad Festival am vergangenen Wochenende Abschied von seiner spektakulären Kieskuhle in Feldberg genommen. Zwischen 4000 und 5000 Menschen kamen von Freitag bis Sonntag, um bei heißen Bässen, Shows und Wettbewerben zu feiern.

Vielfältiges Programm und bekannte Bühnen

Von Arschbomben-Battle bis Zumba-Workshop bot das Festival ein proppenvolles Programm. Neben Musik – von elektronischen Klängen bis Live-Bands und experimentellen Formaten – gab es Gaudi-Wettbewerbe, Aktionen zum Aktivwerden, Theater und Performance. Getanzt wurde an Bühnen mit klangvollen Namen wie Lack-Kuhle, Utopia oder Schatzinsel.

Besonders beliebt war am Samstagnachmittag die Schiff-Ahoi-Bühne mit dem Arschbomben-Battle. Manche jugendliche Springerin aus der Region verpasst keinen Wettbewerb. Die Moderatoren sprachen von einer Feldberger Kaderschmiede für Arschbombenspringen. Das Siegerteam erhielt Tickets für das Festival im nächsten Jahr.

Familienfreundlich und nachhaltig

Tagsüber waren viele Familien mit Kind und Kegel unterwegs. Spiele, Aktionen und Shows für die Kleinen sowie ein Campingbereich nur für Familien gehörten zum Konzept. Das Organisatorenteam setzte von Anfang an auf Nachhaltigkeit: Müllbeutel aus recyceltem Plastik sowie andere recycelte, plastikfreie und pestizidfreie Produkte kamen zum Einsatz.

Hoher logistischer Aufwand als Grund für den Umzug

Dass das Festival zum letzten Mal in der Kieskuhle stattfand, hatte im Vorfeld für Wirbel gesorgt. Die 3000-Grad-Crew stellte klar, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft stets „hervorragend“ verlief. Vielmehr hätten logistischer Aufwand und Kosten ein schwierig umzusetzendes Level erreicht.

„Wir müssen hier jedes Jahr alles immer wieder neu ankarren und aufbauen. Das ist ein immenser Aufwand“, erklärt Steffi Müller im Gespräch mit dem Nordkurier. Das Festival werde im nächsten Jahr woanders stattfinden.

Bleibt in der Gegend, Rückkehr geplant

Wo genau, wird noch nicht verraten. „Es wird einen Zeitpunkt geben, zu dem wir das publik machen. Wir werden aber schon in der Gegend bleiben“, erklärt Müller. Für 2028 sei eine Rückkehr nach Feldberg geplant. „Das wünschen wir uns und daran arbeiten wir, zusammen mit der Gemeinde. Ob es klappt, wird sich zeigen“, heißt es von der 3000 Grad-Crew.