In der Güstrower Innenstadt schließen erneut zwei Geschäfte: Das Café D'Light und der angrenzende Teeladen in der Domstraße. Das Café nahe dem Marktplatz ist bereits geschlossen, ein Nachmieter wird gesucht. Der Teeladen soll in Kürze folgen, wie Inhaberin Sandra Sieber ankündigte.
„Es hat sich nicht gelohnt“
„Es lohnt sich wirtschaftlich einfach nicht“, begründete Sieber die Schließung. Sie führt die Umsatzeinbußen auf die langwierige Marktsanierung zurück. Die Modedesignerin hatte in Güstrow bereits ein Kreativ-Atelier betrieben, das schließlich der Corona-Pandemie zum Opfer fiel. „Ich habe zehn Jahre lang etwas versucht in Güstrow“, so Sieber.
Neustart auf Helgoland
Nun plant sie ihre Rückkehr in die Heimat: Auf Helgoland möchte Sandra Sieber ein Restaurant eröffnen. „Ich komme von dort und kehre praktisch wieder heim“, sagte sie. Die von der Stadt gewährte Förderung aus dem Sonderprogramm zur Belebung der Innenstadt muss sie nicht zurückzahlen. Gemäß einer Richtlinie der Barlachstadt werden Gewerbetreibende mit einem Mietkostenzuschuss unterstützt. Davon hatten sich zahlreiche Künstler in der City niedergelassen, kleine Läden und Galerien entstanden.
Mietzuschuss für Gastronomen und Einzelhändler
Das Sonderprogramm soll Leerstand bekämpfen. Die nicht rückzahlbare Anschubfinanzierung gilt seit 2023 als Mietzuschuss von maximal 2000 Euro für Güstrower Gastronomen, Einzelhändler oder Dienstleister über zunächst zwei Jahre. Die Richtlinie „Sofortprogramm Innenstadt“ ist auf der Homepage der Barlachstadt einsehbar.
Erst vor Kurzem hatte die Betreiberin des Geschenke- und Bücherladens „Mein Saltkrokan“ in der Domstraße angekündigt, zum Oktober aus wirtschaftlichen Gründen zu schließen – weil die Innenstadt nicht genügend belebt sei. Auch ihr hatte die lange Sperrung des Marktes zugesetzt.