Kindlicher Glaube schenkt Hoffnung und Zukunft
Kindlicher Glaube: Hoffnung und Zukunft

Marie-Luise Bedia Cordova, Gemeindepädagogin in der Kirchengemeinde Malchin-Hohen Mistorf, ruft dazu auf, wieder wie ein Kind zu sein. In ihrem Beitrag für die Reihe „Wort zum Sonntag“ verbindet sie die kindliche Unbefangenheit mit dem christlichen Glauben und dem Weltkindertag.

Die Frage nach der schönsten Kindheitserinnerung

Vor einigen Wochen stellte Cordova den jungen Müttern ihrer Krabbelgruppe die Frage nach der schönsten Kindheitserinnerung. Die Antworten waren vielfältig: das Springen durch Pfützen, Tage am Strand, Ferien bei der Oma auf dem Bauernhof, Liegen in der Hängematte und ausgiebiges Spielen im Freien – auch bei „schlechtem Wetter“. Die Gruppe war sich einig: Sie durften einfach Kind sein und haben viel gespielt.

Kinder seien unbefangen und ließen sich von den Sorgen der Erwachsenen wenig belasten. In dieser Unbefangenheit sieht Jesus einen Schlüssel für den Glauben. Cordova verweist auf eine Geschichte im Markusevangelium (Mk 10, 13-16), in der Jesus Kinder zu sich kommen lässt und sagt: „Lasst doch die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran! Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes da.“

Vertrauen und Verantwortung

Der zentrale Satz „Wer sich das Reich Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, wird nie hineinkommen“ rufe dazu auf, sich an Kindern zu orientieren. Kinder lebten von dem, was ihnen geschenkt wird: Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, Liebe. Jesus fordere zu diesem bedingungslosen Annehmen auf – im Vertrauen darauf, dass Gott das Wichtigste zum Leben schenkt.

Dieses Vertrauen solle jedoch nicht zu passiver Teilnahmslosigkeit führen. Erwachsene trügen Verantwortung für sich und ihre Umwelt, gerade auch für die Kinder. Angesichts zunehmender Angst, Bedrängnis und Unsicherheit sei es notwendig, sich einzubringen und die Umgebung aktiv mitzugestalten – für eine hoffnungsvolle, weltoffene Zukunft.

Weltkindertag und Landtagswahl

In diesem Jahr fällt die Wahl der neuen Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Weltkindertag zusammen, der jährlich am 20. September begangen wird. Das Motto der Diakonie lautet: „Kinder haben Rechte! … auf Hoffnung und Zukunft.“ Bei der Wahl gehe es nicht nur um eine Partei, sondern um einen Weg in die Zukunft der Kinder. Es liege zum großen Teil an den Erwachsenen, wie diese Zukunft aussehen werde – sie solle hoffnungsvoll und friedlich gestaltet werden.

Cordova schließt ihren Beitrag mit den Worten: „Ihnen allen eine gesegnete Woche.“