„Kirsche küsst Lakritz“ gewinnt Belower Marmeladenfestival
„Kirsche küsst Lakritz“ gewinnt in Below

Beim dritten Belower Marmeladenfestival hat die Marmelade „Kirsche küsst Lakritz“ von Sabine Bauer den ersten Platz belegt. Insgesamt sechs Marmeladen traten an, die Siegerin wurde per Strichliste ermittelt. Organisiert wurde das Fest von Stefie Steden von der Kunsthalle Below.

Weniger Teilnehmer als in den Vorjahren

Wegen zahlreicher zeitgleicher Veranstaltungen wurde das Festival auf Freitagnachmittag verlegt. „Leider sind deshalb weniger Menschen dabei als in den Vorjahren“, sagte Steden. Trotz des geringeren Angebots sei es nicht einfacher gewesen, einen klaren Sieger zu finden.

Zur Auswahl standen Klassiker wie Heidelbeere, Johannisbeere – schwarz pur oder schwarz-rot gemischt – sowie Kreationen wie „Kurts Beste“, „Kirsche küsst Lakritz“ oder Hagebutte. Bürgermeister Matthias Wienandt, der zum zweiten Mal probierte, zeigte sich unschlüssig: „Es sind alle toll.“

Entscheidung per Strichliste und Stechen

Die Hersteller der Marmeladen blieben zunächst geheim, jede Sorte erhielt eine Nummer. Helfer bereiteten viele Häppchen zum Verkosten vor. In diesem Jahr stimmten die Besucher per Strichliste ab, nachdem im ersten Jahr noch Wienandt als Losfee fungiert hatte.

Da die Stimmen nach der ersten Runde gleich waren, musste ein Stechen angesetzt werden. In einem knappen Rennen belegte Martin Kiehls „Hagebutte“ den zweiten Platz. Kiehl erklärte: „Ich wollte mal etwas Neues probieren. Aber es ist mühselig. Da sind so viele Kerne drin. Viel Kleinarbeit. Und von rund zehn Kilo Früchten bleiben nur etwa vier Kilogramm Hagebuttenmark übrig.“

Siegreiche Kombination aus Kirsche und Lakritz

Den dritten Platz hätte eine weitere Marmelade aus Below gewonnen, doch der Hersteller verzichtete: „Einmal reicht doch, es soll jemand anders ebenso etwas gewinnen.“ Die Sorte Heidelbeere war ebenfalls sehr beliebt.

Sabine Bauer sicherte sich mit „Kirsche küsst Lakritz“ den ersten Platz. „Die Kirschen, die schon sehr reif waren, konnte ich gerade noch vor den Staren retten“, sagte sie. „Dass die Sorte so beliebt ist, damit habe ich nicht gerechnet.“ Der Lakritz-Geschmack stamme von einem Konzentrat, mit dem man vorsichtig umgehen müsse, so Bauer: „sonst schmeckt schnell alles nach Lakritz.“