Wanderung mit drei Pferden: Elke Pohlmann erreicht Redefin
Wanderung mit Pferden: Elke Pohlmann in Redefin

Elke Pohlmann ist mit ihren drei Pferden Manolito, Kristall und Mori sowie Hund „Mücke“ auf Wanderschaft. Gestartet ist sie im März in Seedorf im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Nun hat sie Redefin erreicht und will von hier aus auf dem Gestütsweg Mecklenburg-Vorpommern weiterwandern. Der Weg führt von Redefin nach Neustadt/Dosse.

Ein Traum wird erlebt

Die 46-jährige Sozialpädagogin sagt: „Ein richtiges Ziel habe ich nicht, sondern es geht mir darum, mit meinen Tieren gemeinsam unterwegs zu sein.“ Sie habe diesen Wunsch schon immer gehabt und sei im März einfach losgegangen. „Ich wollte meinen Traum nicht nur träumen, sondern ihn auch erleben“, erzählt sie.

Zu Beginn hatte sie wegen des Wetters feste Quartiere gebucht und die Pferde einzeln nachgeführt. Inzwischen sind sie und die Tiere so eingespielt, dass sie alle drei gleichzeitig führen kann. Hund „Mücke“ läuft teils mit, sitzt aber auch gern im Rucksack oder reitet auf Manolito. Der 26-jährige Wallach hat Arthrose und war eigentlich in Rente. Da er viel Bewegung im Schritt braucht, durfte er mitkommen. „Dieses stetige Gehen mit regelmäßigen Pausen hat ihm sichtlich gut getan“, so Pohlmann.

Bewusst ohne Reiten

„Ich reite gar nicht, und ich habe mich bewusst für das Gehen entschieden“, erklärt Pohlmann. Sie arbeitet als Coach und unterstützt Menschen dabei, herauszufinden, was ihnen wichtig ist. Das gemeinsame Erleben mit den Pferden sei voller Wunder, die ihr begegnen. Unterwegs gebe es keine Komfortzone – zuhause seien sie ängstlicher. „Unterwegs geht das nicht, da kenne ich ja keine Alternative, insofern müssen wir den Weg meistern, wie er eben ist“, sagt sie.

Nicht jedes Quartier ist vorab geplant. So übernachtete sie mit Erlaubnis der Bürgermeisterin auf einem Spielplatz in Quassel und lernte morgens Kinder kennen, die sie besuchten.

Letzte Etappe steht bevor

In Redefin macht sie einige Tage Pause, dann startet sie auf den 160 Kilometer langen Gestütsweg nach Neustadt/Dosse. Die Strecke verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze durch das Biosphärenreservat Elbe, die Prignitz und das Westhavelland. „Ich laufe, solange es für uns gut ist, ohne Zwang, in Neustadt ankommen zu müssen“, sagt sie. Danach geht es mit dem Pferdetransporter zurück nach Schleswig-Holstein.