Neuer Lehrgang für Jugendfeuerwehrwarte in Malchow gestartet
Lehrgang für Jugendfeuerwehrwarte in Malchow gestartet

An der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern in Malchow ist erstmals der Lehrgang „Führungskräfte in den Jugendabteilungen der Feuerwehr“ gestartet. Das neue Angebot richtet sich an ehrenamtliche Jugendfeuerwehrwarte und soll sie gezielt auf ihre Leitungsaufgaben vorbereiten.

Hintergrund und Ziel des Lehrgangs

„Gut qualifizierte Jugendfeuerwehrwartinnen und Jugendfeuerwehrwarte schaffen die Voraussetzungen dafür, Kinder und Jugendliche langfristig für das Ehrenamt Feuerwehr zu begeistern und an die Feuerwehren zu binden“, sagt Dörte Lembke von der Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern. Der Lehrgang leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes.

Die Idee für das neue Ausbildungsangebot entstand bereits 2019 gemeinsam mit der Landesjugendfeuerwehr sowie den Kreis- und Stadtjugendfeuerwehrwarten. Es baut auf dem bisherigen Grundlehrgang für die Kinder- und Jugendarbeit auf und erweitert diesen um Inhalte, die speziell für die Leitung einer Jugendabteilung erforderlich sind.

Voraussetzungen und Inhalte

Voraussetzung für die Teilnahme sind unter anderem die Jugendleiter-Card sowie feuerwehrfachliche Qualifikationen bis zur Truppführerausbildung. Damit soll sichergestellt werden, dass die Teilnehmer sowohl pädagogische Grundlagen als auch praktische Erfahrung mitbringen.

„In den vergangenen Jahren hat sich immer deutlicher gezeigt, dass die Jugendleiter-Card zwar die notwendige pädagogische Basis für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vermittelt, die Rolle eines Jugendfeuerwehrwartes jedoch deutlich darüber hinausgeht“, erklärt Lembke. Für die Leitung einer Jugendabteilung sei deshalb eine eigenständige Qualifizierung notwendig.

Im Lehrgang geht es unter anderem um Organisation und Führung einer Jugendfeuerwehr, rechtliche Grundlagen, Konfliktmanagement, die Integration neuer Mitglieder sowie die Zusammenarbeit mit den Wehrführungen. Der Unterricht setzt dabei vor allem auf praxisnahe Beispiele statt auf klassische Theorie.

Pilotphase und Ausblick

Zunächst wird der Lehrgang als Pilotprojekt durchgeführt. Die Erfahrungen der Teilnehmer fließen gemeinsam mit den Rückmeldungen der Landesjugendfeuerwehr sowie der Kreis- und Stadtjugendfeuerwehrwarte in die Weiterentwicklung ein. Ab 2027 soll das Angebot regulärer Bestandteil der Ausbildung werden.