Im Kreißsaal des Güstrower Klinikums kam es am 12. Mai zu einem dramatischen Geburtsverlauf. Die Nabelschnur hatte sich viermal um den Körper des ungeborenen Mädchens gewickelt. Dank der besonnenen Arbeit des Kreißsaal-Teams konnte Mathilda schließlich gesund per Saugglocke zur Welt gebracht werden.
Familie bedankt sich mit Geschenken und Scheck
Die Eltern Ann-Kathrin und Benjamin Vormeyer suchten das Klinikum auf, um ihre Dankbarkeit auszudrücken. Benjamin Vormeyer, selbst Mediziner und Geschäftsführer der Kinderkrankenpflege Ostseeambulanz, überreichte dem Team einen Scheck über 3500 Euro. Er betonte die „unglaubliche Ruhe“ und das Vertrauen, das die Hebamme Helge Siegmund und Oberärztin Katharina Bäthje ausgestrahlt hätten. „So viel Herzlichkeit, von der ersten bis zur letzten Wehe“, bescheinigte er den Kollegen und kündigte ein Wiedersehen zur nächsten Geburt an.
Klinikleitung und Ministerin würdigen Engagement
Volker Kattner, Leiter der Gynäkologischen Abteilung, dankte für die Spende: „Das Geld kommt dem Kreißsaal und damit den Familien zugute.“ In diesem Jahr wurden im KMG-Klinikum Güstrow bereits über 200 Kinder geboren; im Vorjahr waren es 478. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD), die ebenfalls anwesend war, hob hervor, dass nicht „Masse“, sondern hohe Fachkundigkeit und Besonnenheit zählten. Sie überreichte einen Scheck über 2,5 Millionen Euro für den Ausbau der Notaufnahme.
Notaufnahme soll modernisiert werden
Klinik-Geschäftsführer Thomas Bürger erläuterte, dass das Vorhaben „Bildung einer integrierten Notfallstruktur“ dank der Mittelzusage geplant werden könne, mit Baubeginn voraussichtlich 2027. Das Haus sei 20 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Bereits jetzt sei das Klinikum mit einem Traumazentrum und dem Rettungshubschrauber Christoph 34 ein überregional bedeutsamer Standort für die Notfallversorgung.