Am 15. August öffnet direkt am Güstrower Markt ein neues Café seine Türen – zwischen Ostseesparkasse und Marktrestaurant Voss. Damit kehrt nach der langen Sanierung des Marktplatzes wieder Leben ins barlachstädtische Herz ein.
Nach Insolvenz der Backstuben: Neustart mit maritimem Flair
Die Güstrower sind Kaffee und Kuchen an dieser Stelle gewohnt: Über zehn Jahre lang betrieben die „Mecklenburger Backstuben“ hier eine Filiale. Nach deren Insolvenz verlängerte die Vermieterin und Hausbesitzerin Anja Schröder den Vertrag jedoch nicht mehr, das Geschäft zog Ende April aus. „Es war mir einfach wirtschaftlich zu unsicher wegen der Insolvenz“, begründet sie ihre Entscheidung.
Gleichwohl möchte die Ärztin der Stadt etwas zurückgeben und den Güstrowern ihre gewohnte Backstube nicht vorenthalten. Sie habe sogar versucht, eine der früheren Verkäuferinnen zurückzugewinnen, erzählt sie.
Ein Hamburger wagt den Neuanfang
Ein langjähriger Bekannter von ihr war zugleich auf der Suche nach einem Neuanfang. Warum also nicht ein Geschäft eröffnen? Es sollte wieder ein Café sein, so hatte es sich Anja Schröder gewünscht. Eigentlich selbstständig im Bereich Import und Export bedeutet dies für den neuen Betreiber eine willkommene Herausforderung.
„In vielen Stunden haben wir restauriert und das Café umgebaut. Neue Stromleitungen und Steckdosen mussten unter anderem wieder verlegt werden“, erzählt die junge Hausbesitzerin.
Kühltheke und Backofen sind bereits eingetroffen
Gerade ist die Kühltheke angeliefert worden, ein Zeichen, dass es bald losgehen kann. Auch der Backofen wurde schon eingeweiht. Anja Schröder möchte sich auf diesem Wege auch noch einmal für die schnelle, unkomplizierte Hilfe bedanken, die die Bauarbeiter vom Markt bei der schwierigen Anlieferung der riesigen Theke geleistet haben.
Junge Bewerber überraschen den neuen Inhaber
Der neue Inhaber hat auch schon Arbeitskräfte gefunden – an nur einem Gesprächstermin. Drei werden in Teilzeit, eine ganztags eingestellt, lässt er wissen. „Ich freue mich sehr, dass sich so viele junge Leute beworben haben. Das überrascht mich, weil ich gewarnt wurde, dass ich keine Leute finden würde.“ Der Hamburger bleibt auch eine Weile vor Ort, den er übrigens „süß“ findet. „In Güstrow kann ich entschleunigen“, meint der Großstädter.
Maritimes Flair und neue Angebote
Der Kaffeeraum ist im maritimen Flair gehalten, sogar ein Strandkorb lädt ein. Auch eine Kinderspielecke ist erneut eingerichtet worden. Frische Waffeln und auch Snacks soll es geben, Backwaren werden von einer Großbäckerei geliefert.
Am 1. August hat in diesem Haus am Güstrower Markt auch noch eine Physiotherapie eröffnet, freut sich Anja Schröder.