In der Sternberger Innenstadt gibt es seit Anfang August ein neues Geschäft: die „Wundertüte“ von Martina Dengs. Das Angebot umfasst über 4000 Teile, darunter Kleidung, Schuhe, Taschen und Schmuck. Die Preise liegen meist zwischen 3 und 15 Euro.
Kundin wartet vor der Eröffnung
Schon vor der Öffnungszeit wartete eine Frau geduldig vor der Tür. Ladeninhaberin Martina Dengs ließ sie ein paar Minuten früher herein. „Ich bin hauptsächlich wegen der Schuhe da“, erklärte die Kundin. Katrin Westphal ist nicht zum ersten Mal im neuen Geschäft, obwohl die Eröffnung erst eine Woche zurückliegt.
Verkaufsfläche von 180 Quadratmetern
Die „Wundertüte“ befindet sich im ehemaligen Kaufhaus. Auf knapp 180 Quadratmetern finden sich zahlreiche Kleidungsstücke, aber auch Schuhe, Taschen und Schmuck. Ursprünglich sollte der Laden in ihrem Gutshaus in Weitendorf eröffnen, was jedoch am Denkmalschutz scheiterte. „Dann ergab es sich, dass Herr Möller jemanden für den großen Raum im Kaufhaus suchte“, so Dengs.
Vorteile von Secondhand
Martina Dengs möchte den Sternbergern Secondhand näherbringen. „Das hat viele Vorteile. Man hat Dinge, die man nicht überall bekommt, die Sachen sind gewaschen und nicht mehr schadstoffbelastet. Und nachhaltig ist es auch“, sagte sie. Sie selbst kauft seit ihrem 20. Lebensjahr Secondhand-Kleidung. Die Artikel stammen von Wohnungsauflösungen ihres Opas in Berlin.
Derzeit werden die Teile nur verkauft. Ab November ist ein Ankauf geplant: „Wir werden die gebrauchten Klamotten dann in Kommission nehmen.“ Für die Herren gibt es einen Aufsteller und Bücher, während die Damen eine große Auswahl haben. Auf einer roten Couch können Kunden Platz nehmen.
Kundin findet Schnäppchen
Katrin Westphal aus Brüel fand trotz fehlpassender Schuhe Teile für 20 Euro. „Ich bin ja ein Jäger und Sammler“, sagte sie. „Ich habe dadurch das ein oder andere Schnäppchen gemacht. Hier habe ich schon ein Kleid, eine Hose und einen Häkelpullover mitgenommen.“
Martina Dengs plant, die „Wundertüte“ zu einem Treffpunkt für die Sternberger zu machen. Zudem soll es mehr Platz für Kunsthandwerker geben. Die gelernte Goldschmiedin möchte auch eigenen Schmuck ins Sortiment aufnehmen. Bis dahin können Kunden bereits viele Überraschungen entdecken.