Für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pentz/Gnevezow hat das Warten ein Ende. Nachdem Innenminister Christian Pegel Anfang April bei einem Besuch in Pentz das marode Gerätehaus inspizierte und der Gemeinde Borrentin Mittel zur Förderung eines Feuerwehrmusterhauses in Aussicht stellte, gibt es nun Gewissheit.
Neues Feuerwehrhaus ist zugesichert
Am Standort Pentz wird ein neues Gebäude entstehen. Bürgermeister Peter-Heinrich Rabe berichtete, dass vor sechs Wochen ein positiver Zuwendungsbescheid bestätigt wurde, den Innenminister Pegel am 30. Juli offiziell übergeben wird. Die Anfang April benannten und bis dahin fehlenden Unterlagen wie Bodengutachten und Eigentümernachweis wurden von der Gemeindeverwaltung fristgerecht eingereicht.
Gebaut wird nicht am Standort des alten Gerätehauses, sondern auf einem gemeindeeigenen Grundstück in der Dorfmitte, das früher LPG-Gelände war. „Diesem Grundstück wird jetzt durch das Planungsbüro ein anderer Bautyp als angedacht angepasst. Es handelt sich um einen länglichen Flachbau, in dem zwei Fahrzeuge untergebracht werden können“, erklärt Bürgermeister Rabe.
Bis zu 1,5 Millionen kostet das neue Gebäude
Durch die Lage an der Bundesstraße 194 ist die Hilfe der Kameraden besonders bei Unfällen erforderlich. Ebenso erfreut über den Neubau ist auch die Jugendfeuerwehr, deren Ausbildungsbedingungen sich deutlich verbessern. Peter-Heinrich Rabe erklärt, dass ein Stralsunder Planungsbüro zentral die Planung für alle neu entstehenden Feuerwehrgebäude im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern erbringt und auch für die Bauausführung bis hin zur Übergabe an die Gemeinde zuständig ist.
Bei aller Freude über den Neubau bleiben bei Bürgermeister Rabe dennoch Bauchschmerzen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen nach den Worten des Gemeindeoberhaupts im Bereich von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro. „Wir erhalten vom Land eine 50-prozentige Förderung, den Rest müssen wir selbst beisteuern. Somit stehen wir vor einem enormen Kraftakt. Geplant ist es, diese Anforderungen durch Kredite abzusichern. Doch eine einsatzbereite Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe und der stellen wir uns“, erklärt der Bürgermeister.