Tischtennis als Türöffner: Ping Pong Salon für Engagementpreis nominiert
Ping Pong Salon für Engagementpreis nominiert

Der Ping Pong Salon aus Neustrelitz ist für den Deutschen Engagementpreis 2026 nominiert. Das gab die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) bekannt. Die Initiative ist eines von 14 Projekten aus Mecklenburg-Vorpommern, die für den Dachpreis des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland ins Rennen gehen.

Ein Ort der Begegnung im ehemaligen Frisörsalon

Seit Januar 2025 nutzt der Ping Pong Salon in einem ehemaligen Frisörsalon in Neustrelitz die „magische Kraft der Platte“, um Menschen zusammenzubringen. Initiatorin Katja Thiede erklärt: „Im Ping Pong Salon passiert im Kleinen, was wir uns im Großen wünschen: Menschen, die ganz unterschiedlich sind, teilen sich einen Raum, haben eine richtig gute Zeit zusammen und schmettern dabei unbemerkt auch noch das eine oder andere Vorurteil weg.“

Der Spaß am gemeinsamen Tischtennisspiel ist der kleinste gemeinsame Nenner. Jeder ist willkommen und kann mitspielen oder auch andere Angebote nutzen: von „Ping Pong Poesie“ über den „Schreibmaschinenrundlauf“, vom Kochabend „Suppe & Kelle“ bis zum „Puzzeln an der Platte“, von „Lametta & Geschmetta unterm Weihnachtsbaum“ bis zur „Pause von Zuhause“ zwischen den Festtagen.

Bereits mit dem Nachbarschaftspreis geehrt

Der Trägerverein „Bürger, Horst & Freund:innen“ wurde für den Ping Pong Salon 2025 bereits mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis in der Kategorie „Kultur und Sport“ ausgezeichnet. Nun könnte eine weitere Auszeichnung dazukommen: Der Ping Pong Salon ist einer von 626 Nominierten für den Deutschen Engagementpreis 2026. Der Preis würdigt Menschen und Projekte, die bereits eine Auszeichnung für ihr Engagement erhalten haben, und macht ihre Arbeit bundesweit sichtbar.

Insgesamt kommen 14 der Nominierten aus Mecklenburg-Vorpommern. Neben der Neustrelitzer Initiative gehören dazu unter anderem die letzten Träger des Ehrenamtspreises MV: der Feuerwehrförderverein Wismar Altstadt, der Verein Glücksbote aus Neukloster, das inklusive Drachenbootteam der Lebenshilfe Güstrow, der TSV Friedland und der Wismarer Tauchsportclub Walfisch.

Weitere Nominierte aus dem Nordosten

Außerdem sind aus dem Nordosten nominiert: das Folkloreensemble „Richard Wossidlo“ 1962 aus Ribnitz-Damgarten, der Gemeinschaftsgarten „Bunte Flora“ aus Greifswald, der Stralsunder Verein Baltic Dance, die Medienwerkstatt Rostock, der Verein Hobby Lobby Rostock, der Greifswalder Bürgerhafen, der Parchimer Verein Polarstern und die Malteser Werke in Rostock. Detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Projekten gibt es auf der Internetseite des Deutschen Engagementpreises.

Jan Holze, Vorstand der DSEE, betont: „Wer für den Deutschen Engagementpreis nominiert ist, hat mit seinem Engagement bereits Menschen bewegt und vor Ort etwas verändert. Die vielen Vorschläge aus ganz Deutschland zeigen, wie vielfältig und kraftvoll Engagement ist. Dafür gebührt allen Nominierten große Anerkennung: Sie machen unsere Gesellschaft jeden Tag ein Stück stärker.“

Jury entscheidet im September

Eine elfköpfige Jury entscheidet im September über die mit jeweils 10.000 Euro dotierten Preise in fünf Kategorien: Anstoßen, Verbinden, Verändern, Bewahren und Ich für uns. Zu den Juroren gehört auch die Schwerinerin Theresia Crone, die sich seit Jahren mit der Initiative EndEndoSilence um mehr Sichtbarkeit für Endometriose-Betroffene bemüht und dafür 2025 mit dem Deutschen Engagementpreis geehrt wurde.

Über den Publikumspreis kann vom 1. bis 29. Oktober online abgestimmt werden. Die 50 Projekte mit den meisten Stimmen werden zu einem Vernetzungstreffen eingeladen. Die feierliche Preisverleihung findet am 26. November im Colosseum Berlin statt.