Feuerwehr Wredenhagen: Spendenaufruf für neuen Mannschaftswagen
Spendenaufruf für neuen Mannschaftswagen der Feuerwehr Wredenhagen

Die Freiwillige Feuerwehr Wredenhagen hat einen Spendenaufruf gestartet, um einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) zu finanzieren. Der alte Wagen Baujahr 2005 hat knapp 320.000 Kilometer auf dem Tacho und ist nach dem Großeinsatz im Müritz-Nationalpark immer häufiger defekt.

Alter MTW zeigt Schwachstellen

Acht Tage lang waren die Kameraden der Wehr im Kampf gegen die Flammen im Müritz-Nationalpark im Einsatz. Der alte MTW rollte unentwegt, um Leute auszuwechseln und Notwendiges zu bringen. Doch nun machen sich die Schwachstellen bemerkbar. „Leider ist das Fahrzeug immer häufiger defekt und steht regelmäßig längere Zeit in der Werkstatt. Aufgrund seines Alters sind Ersatzteile nur noch schwer zu beschaffen“, begründet Wehrführer Mirko Weber den Spendenaufruf.

Spendenaktion auf GoFundMe

Die Idee, einen Spendenaufruf auf der Internetplattform GoFundMe zu starten, kam von Mirko Weber. „Dabei wollen wir gar keinen neuen, sondern auch wieder einen Gebrauchten und haben da auch schon recherchiert“, sagt er. Rund 20.000 Euro müssten mindestens zusammenkommen. Knapp 2500 Euro waren rund 24 Stunden nach Start der Spendenaktion am Mittwoch bereits verbucht. „Das freut uns sehr. Jede Spende ist eine Hilfe!“, sagt der Feuerwehrmann.

Lob für die Einsatzkräfte

Weber dankt seinen Leuten für den Einsatz in 12-Stunden-Schichten, in „manchmal auch schweren Situationen haben sie alles Lob und alle Wertschätzung verdient!“ Die Anerkennung sei ihnen wie auch anderen regionalen Wehren im Großen bis dato verwehrt geblieben. Besonders schlimm fand er einen Beitrag eines sogenannten „Influencers“, der heimlich an gefährlichen Einsatzstellen spektakuläre Videos machte. „Mit YouTube wurde noch kein Feuer gelöscht“, macht er sich Luft.

Rührende Begegnungen

Es gab auch das Gegenteil: Rührende Begegnungen mit den Menschen, „deren Hab und Gut wir gerettet haben. Sie haben uns Kaffee, Kuchen, Obst und Gemüse und alles Erdenkliche zukommen lassen. Das war toll“, sagt Weber Danke.

Besondere Wehr mit Katastrophenschutz

Die Wredenhagener Wehr mit ihren 25 Aktiven ist seit rund 30 Jahren auch im Katastrophenschutz aktiv. Einsätze, die seinen Mitstreitern an Herz und Nieren gingen, gebe es genug. Der Brandgeruch des Großbrandes habe so manchen dazu verleitet, die Feuerwehr zu rufen, weil er dachte, es brennt. Dennoch waren wieder Leute von uns los, um auszuschließen, dass es wirklich einen neuen Brand gibt.

Stolz im Amt Röbel Müritz

Stefan Reincke, Wehrführer im Amt Röbel Müritz, ist stolz auf die Feuerwehrleute. „Das ist schon Wahnsinn, was sie geleistet haben.“ Er versteht auch die Diskussion um das Feuerwerk beim Röbeler Seefest, in der mancher die Wehren kritisiert. „Ich verstehe solche Reaktionen. Und wir haben es uns bei der Abwägung, in der es auch durchaus einige Bauchschmerzen gab, nicht leicht gemacht, bis wir diesen Entschluss gefasst haben.“