Till Backhaus tritt erneut als SPD-Direktkandidat im Wahlkreis 17 an
Till Backhaus will es im Wahlkreis 17 noch einmal wissen

Der SPD-Direktkandidat Till Backhaus will bei der Landtagswahl am 20. September 2026 erneut in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einziehen. Der 67-Jährige tritt im Wahlkreis 17 an, der die Städte Boizenburg, Dömitz, Lübtheen und Zarrentin umfasst. Backhaus gehört zu den Gründungsmitgliedern der SPD in der DDR von 1989, ist seit 1990 Landtagsabgeordneter und seit 1998 Landwirtschaftsminister – damit ist er der dienstälteste Minister Deutschlands.

Weiterarbeit an angestoßenen Themen

Auf die Frage nach seinen Zielen für die kommende Legislaturperiode sagt Backhaus: „Wir haben viel erreicht und angestoßen, und daran möchte ich weiterarbeiten.“ Besonders wichtig ist ihm die Entwicklung der ländlichen Räume. „Im Hinblick auf die Bundes- und Europapolitik müssen wir aufpassen, dass der Osten nicht abgehängt wird“, führt er aus.

Backhaus verweist auf die Strukturen der Landwirtschaft, die oft aus den Agrargenossenschaften der DDR-Zeit hervorgegangen sind. Diese Betriebe mit großen Flächen würden in der von den Westbundesländern dominierten Bundespolitik häufig nicht berücksichtigt. „Da müssen wir dran bleiben“, ist er überzeugt.

Lebensleistung der Ostdeutschen und junge Generation

Der Politiker setzt sich außerdem dafür ein, die Lebensleistung der Ostdeutschen nicht zu vergessen. „Es kann nicht sein, dass Rentner und Familien hier Angst vor der Zukunft haben, das ist eines Sozialstaats unwürdig“, so Backhaus. Er warnt jedoch vor einfachen Lösungen und betont: „Demokratie braucht Engagement, und zwar von jedem Einzelnen.“ Demokratische Prozesse seien manchmal langsamer, aber im Ergebnis besser und gerechter.

Ein weiteres Anliegen ist ihm die junge Generation. „Wir brauchen junge Menschen und müssen Bedingungen schaffen, die es der jungen Generation leicht machen, hier im Land zu bleiben“, sagt Backhaus. Dazu gehörten gute Bildungs- und Ausbildungschancen, um Perspektiven in der Region zu bieten.

Mobilität als zentrales Thema

Angesichts dessen steht für ihn auch die Förderung der Mobilität auf der Agenda. „Es muss praktisch machbar und finanzierbar sein, als Auszubildender zum Betrieb und auch zur Berufsschule oder als Rentner zum Arzt oder Einkaufen zu gelangen“, so Backhaus. Dafür müsse der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden, vergünstigte Tickets für bestimmte Gruppen seien ebenso nötig wie eine finanzielle Erleichterung beim Erwerb des Führerscheins.