Secondhand-Laden „Wundertüte“ eröffnet in Sternberg
Secondhand-Laden „Wundertüte“ eröffnet in Sternberg

In der Sternberger Innenstadt gibt es seit Anfang August ein neues Geschäft: die „Wundertüte“ von Martina Dengs. Das Secondhand-Kaufhaus im ehemaligen Kaufhaus erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Schon vor der Öffnungszeit warteten Kundinnen vor der Tür.

Über 4000 Artikel im Angebot

Die Verkaufsfläche umfasst knapp 180 Quadratmeter. Dort finden sich über 4000 Teile: Schuhe, Taschen, Schmuck und vor allem Kleidungsstücke. Die Preise reichen in der Regel von 3 bis 15 Euro, einzelne Stücke können teurer sein.

Kurz nach der Eröffnung herrscht reger Betrieb. Martina Dengs begrüßt die Kunden persönlich und berät sie. Die Nachfrage ist groß, viele Interessierte kommen bereits am ersten Tag.

Vom Gutshaus ins Kaufhaus

Ursprünglich sollte der Laden in ihrem Gutshaus in Weitendorf eröffnen. Das scheiterte am Denkmalschutz. „Dann ergab es sich, dass Herr Möller jemanden für den großen Raum im Kaufhaus suchte“, erklärt die Besitzerin.

Secondhand hat für sie viele Vorteile: „Man hat Dinge, die man nicht überall bekommt, die Sachen sind gewaschen und nicht mehr schadstoffbelastet. Und nachhaltig ist es auch.“ Sie selbst kauft bereits seit ihrem 20. Lebensjahr Secondhand-Kleidung.

Ankauf ab November geplant

Die Kleidung stammt aus Wohnungsauflösungen in Berlin, die ihr Großvater durchführt. Die Artikel sehen aus wie neu, besonders festliche Kleidung ist oft nur ein- oder zweimal getragen.

Derzeit werden die Teile nur verkauft. Ab November ist jedoch ein Ankauf geplant: „Wir werden die gebrauchten Klamotten dann in Kommission nehmen.“ Für Herren gibt es einen Aufsteller und Bücher, während Damen eine große Auswahl haben.

Die Kundin Katrin Westphal aus Brüel ist begeistert: „Ich bin ja ein Jäger und Sammler. Ich schnüffle gern. Und wenn mir etwas gefällt, dann nehme ich das auch mit.“ Sie hat bereits ein Kleid, eine Hose und einen Häkelpullover gekauft.

Martina Dengs hat weitere Pläne: Die „Wundertüte“ soll ein Treffpunkt für Sternberger werden, mit Platz für Kunsthandwerker. Auch ihren eigenen Schmuck möchte die gelernte Goldschmiedin ins Sortiment nehmen.