Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Groß Teetzleben (L 27) wird sich um etwa zwei Wochen verzögern. Grund ist die Verlegung einer Mittelspannungsleitung der E.dis auf die andere Straßenseite, wie Bürgermeister Frank Schwarz mitteilte.
Neue Leitung sorgt für Verzögerung
„Der Zwischenstand ist nicht so, wie wir ihn uns gewünscht haben“, sagte Schwarz. Die komplette Asphaltdecke wird seit dem Frühjahr erneuert. Die Verzögerung liege nicht an der bauausführenden Firma Strabag, die gute Arbeit leiste, so der Bürgermeister.
Im Bereich der Gehwege sei festgestellt worden, dass verschiedene Leitungen von Gas, Strom, Wasser sowie die Breitbandleitung der Stadtwerke Neubrandenburg auf einem zu engen Raum liegen. „Das entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen“, sagte Schwarz. Da die E.dis nun auch eine Mittelspannungsleitung verlegen möchte, fehle der Platz. „Deshalb muss diese auf der anderen Straßenseite verlegt werden, was die Bauarbeiten verzögert. Wie ich gehört habe, handelt es sich um 14 Tage. Dabei lag man im Zeitplan.“
Strabag bestätigt Verzögerung
Strabag-Polier Christoph Kosin bestätigte die Aussagen des Bürgermeisters: „Wir liegen voll im Zeitplan, aber durch die Verlegung der Mittelspannungsleitung wird es zu einer Verzögerung von etwa zwei Wochen kommen. Schließlich müssen wir in dem Bereich, in dem wir schon weit vorangekommen sind, jetzt einen neuen Schacht bauen.“
Die L 27 soll im Bereich Groß Teetzleben auf eine Breite von sechs Metern vergrößert werden. Auch der Bürgersteig soll verbreitert werden, jedoch nur dort, wo es möglich ist. Schon in der Planungszeit waren nicht nur die vielen Schlaglöcher ein Problem, sondern auch Leitungen im Untergrund, die dort lagen, wo sie nicht hätten liegen sollen, oder beschädigt waren.
Anwohner zeigen sich zufrieden
Trotz der Verzögerung gibt es kaum Beschwerden von Anwohnern. „Jeden Mittwoch beginnt um 9 Uhr die sogenannte Meckerstunde im Bürgerhaus, wo Anwohner Kritik üben können. Aber noch hat das niemand in Anspruch genommen“, so Schwarz. Auch Polier Kosin berichtete, dass sich nie jemand bei ihm beschwert habe. „Je länger wir hier arbeiten, lernen wir die Anwohner immer besser kennen und es entwickelt sich ein vertrautes Verhältnis“, lobte er. „Um das noch weiter zu stärken, werden wir als Erstes den Bürgersteig weitgehend fertigstellen, sodass die Leute hier wieder laufen können.“
Die Bauarbeiter erlauben den Anwohnern, nach Beendigung ihrer täglichen Arbeit mit dem Auto zu ihrem Haus zu fahren, trotz der Durchfahrtsverbotsschilder. „Das gilt aber nur für Anwohner und nicht für Kraftfahrer von außerhalb. Diese müssen die Umleitung fahren“, stellte Kosin klar. „Die Anwohner verhalten sich sehr vernünftig, fahren nach Beendigung unserer Arbeit hier durch. Leider ist das bei einigen Auswärtigen anders, wollen hier mit ihrem Auto durch, obwohl wir am Arbeiten sind. Das führt natürlich auch zu Verzögerungen.“