Ortsdurchfahrt Groß Teetzleben: Verzögerung wegen neuer Leitung
Groß Teetzleben: Verzögerung bei Straßenbau

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Groß Teetzleben wird sich um etwa zwei Wochen verzögern. Grund ist die Verlegung einer Mittelspannungsleitung, die auf der anderen Straßenseite verlegt werden muss. Das bestätigten Bürgermeister Frank Schwarz und der Polier der Baufirma Strabag, Christoph Kosin.

Neue Leitung sorgt für Verzögerung

Seit dem 23. März wird die Asphaltdecke der L 27 erneuert. Eigentlich lag man im Zeitplan, doch dann wurde festgestellt, dass im Bereich der Gehwege verschiedene Leitungen auf zu engem Raum liegen. Es handelt sich um Gas-, Strom-, Wasser- und Breitbandleitungen der Stadtwerke Neubrandenburg. Nun will auch die E.dis eine Mittelspannungsleitung verlegen, wofür der Platz fehlt. Deshalb muss diese auf der anderen Straßenseite verlegt werden, was die Bauarbeiten um etwa 14 Tage verzögert.

Der Strabag-Polier Christoph Kosin bestätigte die Aussagen des Bürgermeisters: „Wir liegen voll im Zeitplan, aber durch die Verlegung der Mittelspannungsleitung wird es zu einer Verzögerung von etwa zwei Wochen kommen. Schließlich müssen wir in dem Bereich, in dem wir schon weit vorangekommen sind, jetzt einen neuen Schacht bauen.“

Straße soll verbreitert werden

Die L 27 soll im Bereich Groß Teetzleben auf eine Breite von sechs Metern vergrößert werden. Auch der Bürgersteig soll verbreitert werden, aber nur dort, wo es möglich ist. Schon in der Planungszeit waren nicht nur die vielen Schlaglöcher ein Problem, sondern auch Leitungen im Untergrund, die dort lagen, wo sie nicht hätten liegen sollen oder beschädigt waren.

Die Sanierung der L 27 durch Groß Teetzleben soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Anwohner zeigen sich zufrieden

Trotz der Verzögerung gibt es kaum Beschwerden von Anwohnern. Jeden Mittwoch um 9 Uhr findet im Bürgerhaus die sogenannte Meckerstunde statt, in der Anwohner Kritik üben können. Bisher hat niemand dieses Angebot in Anspruch genommen. Auch Polier Christoph Kosin berichtet, dass sich nie jemand bei ihm beschwert hätte. Er lobt die Bürger: „Je länger wir hier arbeiten, lernen wir die Anwohner immer besser kennen und es entwickelt sich ein vertrautes Verhältnis. Um das noch weiter zu stärken, werden wir als Erstes den Bürgersteig weitgehend fertigstellen, sodass die Leute hier wieder laufen können.“

Die Bauarbeiter erlauben den Anwohnern außerdem, nach Beendigung ihrer täglichen Arbeit mit dem Auto zu ihrem Haus zu fahren. Das gilt jedoch nur für Anwohner, nicht für Kraftfahrer von außerhalb. Kosin stellt klar: „Die Anwohner verhalten sich sehr vernünftig, fahren nach Beendigung unserer Arbeit hier durch. Leider ist das bei einigen Auswärtigen anders, wollen hier mit ihrem Auto durch, obwohl wir am Arbeiten sind. Das führt natürlich auch zu Verzögerungen.“