Rettungswache Groß Wüstenfelde startet 24-Stunden-Betrieb
Rettungswache Groß Wüstenfelde: 24-Stunden-Betrieb startet

In Groß Wüstenfelde ist eine neue Rettungswache der Johanniter-Unfall-Hilfe in Betrieb genommen worden. Die Wache in der Dorfstraße 63 ist nun rund um die Uhr besetzt und versorgt das Gebiet zwischen Teterow, Gnoien und Laage.

Einsatzbereit seit Montagmorgen

„Fahrzeug geprüft, Besetzung vollständig. Wir sind einsatzbereit.“ Mit diesen Worten meldete sich Notfallsanitäter Christian Manshen am Montagmorgen bei der Rettungsleitstelle des Landkreises Rostock. Er ist einer von zehn Mitarbeitern, die nun in der neuen Rettungswache tätig sind.

Wenn die Wache alarmiert wird, fährt ein Rettungswagen mit einem Notfallsanitäter und einem Rettungssanitäter zum Einsatzort. Gerade mit Blick auf die nahegelegene Bundesstraße 108 rechnen die Einsatzkräfte unter anderem mit Verkehrsunfällen. Auch zu der psychosozialen Einrichtung in Matgendorf oder zu Blutzucker- und Kreislaufvorfällen könnten sie gerufen werden, so Manshen.

Hintergrund der Standortentscheidung

Hintergrund der Standortentscheidung ist die „Landesweite Rettungsdienstüberplanung Mecklenburg-Vorpommern“, wie es vom Landkreis Rostock heißt. Das Gutachten empfehle eine Anpassung der Wachenstandorte, um den Rettungsdienst an örtliche Gegebenheiten anzupassen und fachliche Anforderungen der Notfallmedizin zu erfüllen. Alle Orte seien gut und innerhalb von zehn bis zwölf Minuten erreichbar, erläutert Manshen. „Wir sind die ganzen Straßen schon einmal abgefahren“, hebt er hervor.

Zehn Mitarbeiter für den Schichtbetrieb

Das Team am Standort Groß Wüstenfelde besteht aus zehn Mitarbeitern. „Wir brauchen so viele Mitarbeiter, um den 24-Stunden-Betrieb sicherstellen zu können“, erklärt Dominic Fricke, Regionalvorstand bei den Johannitern. Neben dem Schichtbetrieb müssten auch Urlaubs- und Krankheitstage sowie Fortbildungen berücksichtigt werden.

Fricke freut sich über das neue Gebäude. Es sei mit Abstand die modernste Rettungswache, die die Johanniter betreiben. In dem Gebäude sind neben der Halle für den Rettungswagen ein Gemeinschafts- und ein Büroraum, zwei Ruheräume, Sanitärräume mit Dusche, Umkleidekabinen, ein Lager- sowie ein Desinfektionsraum und der Raum für die Heizungsanlage untergebracht.

Kontakt zu Anwohnern und Feuerwehr

Seit Anfang August richteten die Mitarbeiter die Räume der Rettungswache Schritt für Schritt ein, ergänzt Manshen. Das Hauptaugenmerk liege dabei auf dem Rettungswagen und dem Lager. Im Wagen befinden sich Verbände, Kanülen, Spritzen sowie ein Rettungsrucksack mit Defibrillator und eine vollhydraulische Trage, die für ein Gewicht von bis zu etwa 300 Kilogramm ausgelegt ist.

Die Vorbereitungen haben sich schnell unter den Einwohnern herumgesprochen. „Wir wurden von den Nachbarn schon auf Eis und Kaffee eingeladen“, erzählt Manshen. Viele Leute seien an der Rettungswache vorbeispaziert und hätten sie angesprochen. Auch die Pastorin Milva Wilkat sei schon da gewesen und habe einen Schutzengel vorbeigebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Wüstenfelde sei bereits auf die Johanniter zugekommen und freue sich auf gemeinsame Übungen.

Die Gemeindevertreter, die Ärzte im Umkreis sowie die direkte Nachbarschaft wurden angeschrieben, ergänzt Dominic Fricke. Am 26. September ist ein Tag der offenen Tür für alle Bürger geplant.