Rehna ist jetzt offiziell Klosterstadt – neue Ortsschilder zeigen Zusatz
Rehna ist jetzt offiziell Klosterstadt

Spätestens beim Passieren der Ortsschilder, die nach Rehna führen, wissen Besucher nun um die Zusatzbezeichnung der Stadt. Seit Frühling dieses Jahres darf Rehna offiziell die Bezeichnung Klosterstadt führen. Im März nahm Innenminister Christian Pegel die offizielle Verleihung vor. Für Rehnas Besucher sichtbar war die neue Zusatzbezeichnung damals allerdings nicht – die Ortsschilder fehlten noch. Das hat sich inzwischen geändert.

Hoffnung auf bessere Vermarktung des Klosters und der Stadt

Die Rehnaer Stadtvertretung hatte im Oktober 2025 einstimmig beschlossen, die Bezeichnung zu beantragen. Bürgermeister Martin Reininghaus sagte anlässlich der im März erfolgten Verleihung: „Ein Kloster ist kein vermeintlich verstaubter Ort. Es ist wesentlich mehr. Hier wurden Verträge geschlossen, Geld an Herzöge verliehen, Urkunden unterschrieben und Bildung vermittelt.“ Nach seinen Angaben erhofft sich Rehna von der Bezeichnung „Klosterstadt“ eine bessere Vermarktung des Klosters und der Stadt.

Auch laut Innenminister Christian Pegel war und sei das Kloster das prägende Zentrum des städtischen Lebens. „Mit der Bezeichnung ‚Klosterstadt‛ wird die lange Geschichte des ehemaligen Frauenklosters als religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum in Rehna und für die gesamte Region offiziell anerkannt, in besonderer Weise hervorgehoben und in die Gegenwart getragen“, erklärte Pegel.

Im 13. Jahrhundert wurde das Kloster gegründet

Die kontinuierliche öffentliche Nutzung der Klosteranlage, ihr herausragender denkmalgeschichtlicher Wert und das große Engagement der Stadt für Kultur, Geschichte und Tourismus rechtfertigen nach Angaben des Ministers diese Auszeichnung in besonderer Weise.

Orte mit Namenszusatz

Von Bergringstadt bis zur Schliemanngemeinde

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits eine Reihe von Städten und Gemeinden, die eine dem Gemeindenamen vorangestellte kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung verliehen bekommen haben. So darf Neubrandenburg seit 2019 die Bezeichnung „Vier-Tore-Stadt“ führen, Teterow ist seit 2017 „Bergringstadt“.

Gnoien kann sich „Warbelstadt“ nennen (2017), Rostock erhielt den Namenszusatz „Universitätsstadt“ (2016), Ueckermünde die Bezeichnung „Seebad“ (2013), Neustrelitz ist seit 2013 „Residenzstadt“, die Stadt Neukalen „Peenestadt“ (2012), die Stadt Malchow darf sich „Inselstadt“ nennen (2011).

Die Gemeinde Ankershagen hat den Namenszusatz „Schliemanngemeinde“ (2010), die Stadt Ribnitz-Damgarten ist seit 2009 „Bernsteinstadt“ und Woldegk ist seit 2008 die „Windmühlenstadt“. Die Gemeinde Heringsdorf ist seit 2007 offiziell als „Ostseebad“ bekannt und Güstrow seit 2006 „Barlachstadt“, teilte das Innenministerium mit.