Familie verwandelt Schlagloch-Brache in zwölf Parkplätze in Teterow
Schlagloch-Brache wird zu Parkplätzen in Teterow

In der Großen Bachstraße in Teterow haben Kerstin Nawotke, ihr Sohn Oliver und ihre Familie eine ehemals mit großen Löchern übersäte Brache in zwölf Parkplätze umgewandelt. Die Stellflächen tragen Namen wie Heidberge und Hertha-See.

Parkplatzfläche bei Auktion ersteigert

Kerstin Nawotke hatte die Fläche vor einigen Monaten bei einer öffentlichen Auktion ersteigert. „Wir hatten zunächst Begriffe aufgeschrieben, die alle mit Teterow zu tun haben“, erzählt Oliver Nawotke. Die Familie habe dann über die Namen abgestimmt. Die Stadt Teterow hatte ein Vorkaufsrecht angemeldet, da die Fläche im einstigen Sanierungsgebiet „Historischer Stadtkern“ liegt. Die Stadt verwies in Gesprächen auf die Schaffung von Wohnraum, doch laut Nawotke sei das Hauptziel die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Die Familie befragte Anwohner und stellte fest, dass diese Platz für Autos und Mülltonnen benötigten. Ein Anwohner musste seine Mülltonnen stets im Flur abstellen.

Zwölf Stellflächen sind bereits vergriffen

In der Stadtvertretung wurde der Antrag der Stadt abgelehnt – Oliver Nawotke, CDU-Stadtvertreter, enthielt sich. Danach ebneten Nawotkes die Fläche mit Brechsand ein. Zwölf Stellflächen entstanden, monatlich 35 Euro pro Fläche. Die Nachfrage war riesig: „Wir hatten noch nicht einmal den Brechsand aufgebracht, da waren fast alle Stellflächen vergriffen“, so Oliver Nawotke. Kurzzeit-Parkplätze sind nicht vorgesehen.

Private Parkplätze entstehen noch auf kleiner Fläche

Neben den hergerichteten Parkplätzen haben Mutter und Sohn eine kleine Fläche erworben. Dort sollen Stellflächen für Gäste ihrer Ferienwohnung und die Familie entstehen, abgetrennt durch einen Zaun. Oliver Nawotke betont: „Wichtig ist uns auch, dass wir eine brachliegende Ecke in Teterow schöner gestalten konnten.“