Sorgenbrücke in Rostock: Messwerte weichen ab – Sonderprüfung läuft
Sorgenbrücke: Messwerte weichen ab – Sonderprüfung

Die Sorgenbrücke am Schmarler Damm in Rostock bereitet erneut Probleme. Das Bauwerk aus DDR-Zeiten, das über die Bahnschienen führt, muss schon länger ersetzt werden. Nun haben aktuelle Messwerte Anlass zur Sorge gegeben.

Verkehr wird umgeleitet

Seit Dienstag kommt es dort zu Verkehrseinschränkungen. Das Tiefbauamt teilte mit: „Der Verkehr wird mit einer Ampel wechselseitig über den südlichen Fahrstreifen geführt.“ Ziel ist es, die Belastungen auf die Brücke vorsichtshalber zu verringern.

Rathaussprecher Ulrich Kunze erklärte, die Messwerte „weichen von dem ab, was wir erwarten“. Die Brücke wird per Monitoringsystem überwacht. Jetzt werden Kontrollmessungen vorgenommen und eine Sonderprüfung durchgeführt. Dabei wird auch geprüft, ob Messfehler vorliegen oder Geräte defekt sind.

Ergebnisse entscheiden über weiteres Vorgehen

Die Sonderprüfung durch Fachfirmen soll noch in dieser Woche erfolgen. Ergebnisse werden Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche erwartet. Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden. Bis dahin bleibt die Ampelregelung bestehen.

Der Neubau der Brücke ist ab Ende kommenden Jahres geplant, die Ausschreibungen laufen bereits. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke weiterhin passieren, auch der Bahnverkehr ist nicht eingeschränkt. Die Stadt bittet Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Erst im März war die Brücke für anderthalb Wochen halbseitig gesperrt, damals wurden Tiefenbohrungen im Gehweg durchgeführt.