Der Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat ein klares Saisonziel: die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Eggert formulierte den Wunsch, aufzusteigen und das gerne als Erstplatzierter. Damit hat die Hansa-Kogge ihre Richtung vorgegeben.
Trainer und Spieler teilen diese Ambition, denn für sie steht fest: Der FC Hansa Rostock gehört sportlich und wirtschaftlich in die 2. Bundesliga. Nach dem Zweitligaabstieg 2024 und zwei verpassten Rückkehrversuchen soll es nun klappen.
Vorbereitung mit Licht und Schatten
In den Testspielen zeigte sich ein gemischtes Bild. Defensiv präsentierte sich die Mannschaft bereits solide, auch wenn die Gegner meist unterklassig waren – Ausnahmen waren Hvidovre IF, der FC Watford und Borussia Mönchengladbach. Offensiv gibt es noch Luft nach oben, was auch an der Verletzung von Torjäger Emil Holten liegt.
Holten, in der Vorsaison mit 15 Toren in 33 Spielen bester Angreifer, konnte viele Vorbereitungsspiele nicht absolvieren. Der Norweger pausiert wegen einer Verletzung, ein Comeback-Termin ist offen. Auch Neuzugang Leon Dajaku, vom 1. FC Ulm gekommen, verletzte sich im Spiel gegen Gladbach und musste früh ausgewechselt werden. Trainer Daniel Brinkmann zeigte sich jedoch zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass er nicht lange fehlen wird.“
Neuer Stürmer und Torwart-Lösung
Um die Offensive zu verstärken, verpflichtete Hansa kurz vor Saisonstart Stürmer Peter Kiedl von Sturm Graz. Der 22-Jährige Österreicher zeigte gegen Gladbach gute Ansätze und erzielte im letzten Test gegen die TSG Neustrelitz sein erstes Tor im Hansa-Trikot.
Im Tor setzte sich Luca Unbehaun durch. Der 25-Jährige, vom niederländischen Zweitligisten FC Emmen gekommen, wird Stammkeeper und beerbt Benjamin Uphoff, der nach Braunschweig wechselte. Unbehaun verwies Yannic Stein, im Sommer vom 1. FC Union Berlin geholt, auf die Bank. Für ihn sprachen seine Erfahrungswerte: 60 Spiele in der 3. Liga und 69 in der zweiten niederländischen Liga.
Startelf-Fragen vor dem Auftakt
Auch auf den Außenverteidigerpositionen gibt es Kandidaten: Florian Bohnert (vom SC Bastia) und Niklas Kölle (aus Ulm) haben gute Chancen, doch auch Bernie Lennemann, Yannick Michaelis und Quassim Karada zeigten in der Vorbereitung Startelfambitionen.
Wer letztlich in der Startelf steht, zeigt sich am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim II. Anpfiff ist um 13.30 Uhr. Für die Kogge soll diese Saison mit Platz eins und dem Aufstieg in die 2. Bundesliga enden.