Ein 85-jähriger Mann ist nach einem Verkehrsunfall in Tessin (Landkreis Rostock) seinen Verletzungen erlegen. Der Senior war am 30. Juli mit einem Krankenfahrstuhl unterwegs, als ein Lkw-Fahrer ihn beim Abbiegen übersah und erfasste. Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, starb der Mann im Krankenhaus. Gegen den Lkw-Fahrer wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
13 Verkehrstote im Juli
Nach einer vorläufigen Unfallstatistik der Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg kamen im Juli 2026 insgesamt 13 Menschen auf den Straßen des Nordostens ums Leben. Damit lag die Zahl doppelt bis dreimal so hoch wie in den Vormonaten des Jahres.
Von Januar bis Ende Juli stieg die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern auf 48. Im gesamten Vorjahr hatte die Polizei 94 Verkehrstote registriert.
Weitere tödliche Unfälle
Bei Jesendorf nördlich von Schwerin verlor am 31. Juli ein 39-jähriger Autofahrer sein Leben. Er fuhr ungebremst auf einen Sattelzug auf und geriet unter dessen Anhänger.
Häufigste Unfallursache: Abkommen von der Fahrbahn
Bei der Hälfte der tödlichen Unfälle in diesem Jahr war das unerwartete Abkommen von der Fahrbahn die Ursache. In den meisten Fällen dürften Ablenkung oder Sekundenschlaf eine Rolle gespielt haben. So kam auf Rügen eine Kleinbus-Fahrerin auf der dreispurigen Bundesstraße 96 auf die Gegenspur und stieß mit einem Auto zusammen; eine 61-jährige Beifahrerin starb. Anfang Juli kam auf der A14 bei Ludwigslust ein Autofahrer aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab – die beiden Insassen im Alter von 60 und 59 Jahren starben.