Vermisste Vanessa Huber: Zeugenhinweis aus Warnemünde war Verwechslung
Vermisste Vanessa Huber: Hinweis aus Warnemünde war Verwechslung

Seit fast vier Jahren fehlt von Vanessa Huber aus dem bayerischen Unterhaching jede Spur. Neue Hoffnungen auf eine Wende in dem Vermisstenfall machten Zeugenhinweise, die die Frau im Raum Rostock gesehen haben wollen. Auch auf Videoaufnahmen einer Hotelanlage soll die Gesuchte zu sehen gewesen sein. Am Donnerstagabend, 13. August, ging dann erneut ein Zeugenhinweis bei der Polizei ein. Passanten entdeckten eine Frau, auf die die Beschreibung passte, am Strand von Warnemünde.

Polizei trifft Frau am Strand an

Dort trafen Polizeikräfte gegen 22.10 Uhr auch eine Frau an. „Die Überprüfung hat ergeben, dass es sich bei der Angetroffenen trotz gewisser Ähnlichkeit nicht um die vermisste Vanessa Huber handelt“, sagt Sophie Pawelke, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock. Auch die Videoaufnahmen der Frau würden zu den Sichtungen der vergangenen Tage passen. „Die entsprechenden Hinweise konnten damit geklärt werden“, so die Polizeisprecherin.

Fall bleibt ungelöst

Die Ermittlungen in dem Fall der damals 39 Jahre alten Vanessa Huber dauern weiter an. Sie wird seit November 2022 vermisst. Ihr Fall wurde auch schon in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ vorgestellt. Die letzte bekannte Spur der Bayerin stammt vom 5. November 2022. Damals wurde sie beim Einkaufen in Unterhaching gesehen. Nach Angaben ihres Ehemannes kam es nach der Rückkehr in die gemeinsame Wohnung zu einem Streit. Anschließend habe die damals 39-Jährige die Wohnung verlassen. Danach verliert sich ihre Spur. Zwei Tage später meldete ihr Mann sie als vermisst.

In der Wohnung fanden Ermittler damals unter anderem ihre Bank- und Kreditkarten, Brille, Geldbörse, Handys sowie Verlobungs- und Ehering und Ausweis. Die Polizei suchte über Jahre nach der Vermissten. Zwischenzeitlich wurde auch wegen des Verdachts eines Gewaltdelikts ermittelt. Dabei geriet der Ehemann zeitweise in den Fokus der Ermittler. Im März 2024 nahm der Fall eine weitere Wendung: Der Ehemann der Vermissten wurde tot in der gemeinsamen Wohnung gefunden. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es nach Angaben der Ermittler nicht. Nach seinem Tod wurden die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Gewaltdelikts eingestellt.