Windsurfer bei Hanse Sail aus Ostsee gerettet
Windsurfer bei Hanse Sail gerettet

Die Seenotretter haben am Hanse-Sail-Freitag, dem 7. August, vor Warnemünde einen völlig entkräfteten Windsurfer aus der Ostsee gerettet. Der Mann nahm an der „Baltic Crossing Challenge“ im Rahmen der 35. Hanse Sail teil und galt als überfällig. Nach einer Suchaktion wurde er rund sieben Seemeilen nordwestlich von Warnemünde gefunden und medizinisch versorgt.

Teilnehmer der „Baltic Crossing Challenge“ vermisst

Wie Ralf Baur, Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), mitteilte, erreichte das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen der DGzRS gegen 13.15 Uhr die Meldung, dass ein Teilnehmer der Warnemünder „Baltic Crossing Challenge“ vermisst wird. Wo genau sich der Wassersportler befand, sei zunächst unklar gewesen, erklärte Baur. „Die Regatta führte vom dänischen Gedser ins etwa 26 Seemeilen, also rund 48 Kilometer, entfernte Warnemünde.“

Die Rettungsleitstelle See habe daraufhin die Station Warnemünde informiert, und der Seenotrettungskreuzer „Arkona“ sei nur wenige Minuten später ausgelaufen. An der Suche beteiligten sich laut Baur außerdem das Küstenstreifenboot „Warnow“ der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock, der Hochseebergungsschlepper „Baltic“ des Bundesministeriums für Verkehr sowie das Forschungsschiff „Elisabeth M. Borgese“ des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW).

Tracker der Teilnehmer führt Retter zum Vermissten

Ein Hinweis der beiden Warnemünder Hafenmeister ermöglichte schließlich die Ortung des Vermissten: „Alle Teilnehmer der ‚Baltic Crossing Challenge‘ hatten einen sogenannten Tracker dabei, mit dem ihr Standort auf eine Live-Karte übertragen wurde“, informierte Baur. Dies hätten die Seenotretter für die Suche nach dem Vermissten genutzt.

Etwa eine Stunde nach der Alarmierung entdeckten die Seenotretter den 57-Jährigen. Er habe unterkühlt und erschöpft auf seinem Surfbrett gesessen, „etwa sieben Seemeilen, also rund 13 Kilometer, nordwestlich von Warnemünde“. Aus eigener Kraft sei es ihm „bei nordwestlichem Wind der Stärke fünf, das entspricht bis zu 38 Kilometern pro Stunde, und bis zu zwei Metern Seegang, nicht mehr gelungen, das Segel aus dem Wasser zu ziehen und zu starten“, so Baur.

Seenotretter bringen Sportler in Sicherheit

Der Wassersportler wurde mit dem Tochterboot der „Arkona“, der „Caspar“, aufgenommen. An Bord habe eine freiwillige Seenotärztin ihn medizinisch erstversorgt. Im Hafen übergaben die Seenotretter ihn an einen Rettungswagen. Die „Warnow“ und die „Baltic“ bargen unterdessen Segel und Surfbrett.