August-Himmel: Perseiden und Finsternisse – so sehen Sie sie
August-Himmel: Perseiden und Finsternisse – so klappt's

Der August bietet mehrere besondere Himmelsereignisse: eine partielle Sonnenfinsternis am 12. August, den Höhepunkt der Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August und eine partielle Mondfinsternis am 28. August. Martin Rehfeldt vom Vorstand des Astronomischen Vereins Rostock nennt die besten Beobachtungsorte.

Sonnenfinsternis am 12. August: Nur mit Schutzbrille und freiem Blick nach Westen

Am 12. August schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Von Rostock aus sind etwa 85 Prozent der Sonne verdeckt. Die Finsternis beginnt um 19.13 Uhr, der Höhepunkt ist um 20.07 Uhr. Das Ende um 20.57 Uhr ist nicht sichtbar, da die Sonne bereits um 20.49 Uhr untergeht.

Von der Astronomischen Station aus haben Besucher keine gute Sicht, da die Sonne tief steht und Gebäude den Blick versperren. Der Verein bietet daher keine Veranstaltung an. Rehfeldt rät: „Freie Sicht bis zum Horizont ist erforderlich, am besten am Ostseestrand oder an erhöhten Standorten mit freier Sicht Richtung Westen.“ Eine geeignete Sonnenfinsternisbrille ist Pflicht. Viele Vereinsmitglieder reisen nach Spanien, um die totale Sonnenfinsternis zu erleben.

Perseiden: Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde – aber nur fernab der Stadt

Die Perseiden sind Auflösungsprodukte des Kometen 109p/Swift-Tuttle, dessen Bahn die Erde jährlich zwischen Ende Juli und Mitte August kreuzt. „Bei idealen Bedingungen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten“, sagt Rehfeldt. Die beste Zeit ist nach Mitternacht mit Blick nach Osten.

In Rostock sind die Perseiden wegen der Lichtverschmutzung schwer zu sehen. Rehfeldt empfiehlt einen dunklen Ort außerhalb der Stadt, „möglichst mehr als zehn Kilometer von der Stadtgrenze entfernt“. Er selbst beobachtet vom jährlichen Mecklenburger Teleskop-Treffen in Lohmen am Garder See aus. Dort treffen sich Hobbyastronomen zum Austausch und nächtlichen Beobachtungen. Der Ort sei einer der dunkelsten in MV, die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie seien mit bloßem Auge sichtbar.

Mondfinsternis am 28. August: Frühes Aufstehen für 80 Prozent Bedeckung

Am 28. August schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond und wirft einen Schatten auf den Erdtrabanten. Die partielle Finsternis beginnt um 4.38 Uhr und endet um 6.18 Uhr. Etwa 80 Prozent des Mondes sind bedeckt. Ein Glut- oder Blutmond ist nicht zu erwarten.

Von der Sternwarte aus ist die Sicht schlecht, da der Mond niedrig steht. Rehfeldt empfiehlt: „In Rostock besteht nur beste Sicht von Hochhäusern aus mit freiem Blick Richtung Südwesten, eventuell auch von der Westmole in Warnemünde aus.“ Auch an Stränden zwischen Markgrafenheide und Graal-Müritz, am Leuchtturm Bastorf oder an Strandabschnitten um Rerik könnten Beobachter das Phänomen sehen.