Die 35. Hanse Sail in Rostock endete am Sonntag mit einer positiven Bilanz: Rund 500.000 Menschen besuchten das maritime Fest zwischen Stadthafen und Warnemünde. Etwa 120 Traditionsschiffe aus sieben Nationen waren dabei. Das Treffen gilt als weltweit größtes jährlich stattfindendes Event für Traditionssegler.
Windige Herausforderungen zum Auftakt
Schwierig waren die Windbedingungen am Donnerstag und Freitag. Das Eröffnungsfeuerwerk über der Ostsee musste entfallen, da die Show, die von einem Schiff abgeschossen werden sollte, bei hohem Wellengang nicht durchführbar war. Auch die „Baltic Crossing Challenge“, bei der 18 Akteure auf Wassersportgeräten die Ostsee von Gedser nach Rostock überqueren wollten, war durch den Wind beeinflusst. Eine Person musste auf halber Strecke von Wasserschutzpolizei und Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger abgeholt werden, da sie die Fahrt nicht fortsetzen konnte.
Sicherheit und Ordnung
Die Polizei verzeichnete keine nennenswerten Zwischenfälle. Trotz des hohen Besucheraufkommens wurden nur rund 20 Straftaten registriert, darunter einfache Körperverletzungsdelikte, Trunkenheit im Verkehr oder Diebstahlsdelikte. Rund 200 Polizeibeamte waren täglich im Einsatz.
Das Hanse Sail Büro betonte, dass das Ereignis nicht nur Einheimische, sondern auch viele Gäste aus dem In- und Ausland anzog. „Die Auslastung der Hotels lag bei über 95 Prozent, die Parkhäuser und Park-&-Ride-Flächen waren größtenteils voll belegt“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.
Marine und Schausteller zufrieden
Der Marinestützpunkt in Hohe Düne war sehr beliebt: Rund 22.000 Menschen besuchten von Freitag bis Sonntag den Stützpunkt und die Fregatte Brandenburg. Das Interesse übertraf die Erwartungen der Marine. Zwischenzeitlich musste der Parkplatz gesperrt werden, da keine Kapazitäten mehr zur Verfügung standen.
Die Schausteller zogen ebenfalls ein positives Fazit. „Die Besuchsfrequenz war über die vier Tage hinweg gut und die Hanse Sail hat erneut viele Menschen auf die Veranstaltungsflächen gebracht. Gleichzeitig sind die gestiegenen Kosten für Sprit, Lebensmittel und Personal bei gleichzeitig steigender Preissensibilität der Besucherinnen und Besucher eine Herausforderung für die Unternehmen“, sagte Inga Knospe, Geschäftsführerin der Großmarkt GmbH Rostock.