Mit schwarzem Humor und pointierten Gags hat sich der Berliner Stand-up-Comedian Moritz Hohl in den sozialen Netzwerken eine große Reichweite erarbeitet. In einem viralen Clip nimmt er nun die Freizeitparks von Karls Erlebnisdörfer ins Visier. In seinem Bühnenprogramm macht sich Hohl mit derben Witzen über die Erlebnisdörfer lustig. Karls-Gründer Robert Dahl reagiert gelassen auf den Spott und sieht darin sogar einen Vorteil.
Viraler Clip sorgt für Aufsehen
Der Clip verbreitet sich rasant im Netz. Darin zieht der Comedian vor allem über die Erlebnisdörfer her, die mit Hofladen, Fahrgeschäften und Gastronomie viele Besucher im Nordosten anziehen. Hohls Kommentar fällt deutlich aus:
„Wir hatten drei Jahre lang eine Jahreskarte für Karls Erdbeerhof. Fick, mein Leben. Diese DDR Version von Freizeitpark, hey. Heide Park ohne Spaß, ey. Gibt keine Achterbahn, aber Ponyreiten und Stockbrot, ey. Ich hab jedes Wochenende mit halb Brandenburg an der Kartoffelsackrutsche verbracht, wirklich. Und die sind wirklich alle da. Weißt Du wieso? Weißt umsonstes. Ist es aber nicht. Du zahlst mit diesem fünf Kilometer Jakobsweg durch diesen Souvenirladen, wo es alles mit Erdbeeren gibt. Erdbeersekt, Erdbeerwein, Erdbeerbutter, Erdbeer... Weißt Du, was es nicht gibt? Erdbeeren. Ich wollte Erdbeeren pflücken. Das Ding in Berlin ist vor zwei Jahren abgebrannt, das ist kein Geständnis, aber ich hab auch kein Alibi. So viel.“
Robert Dahl zeigt sich gelassen
Der Nordkurier fragte bei Karls Erdbeerhof nach, wie man auf den Clip reagiere. Geschäftsführer Robert Dahl erklärte, er nehme die Witze des Comedians nicht übel. Im Gegenteil: Dahl sehe es generell als positiv an, wenn sich die Leute mit dem Erdbeerhof auseinandersetzen würden. Dabei dürfe der Erdbeerhof durchaus polarisieren. Am Ende blieben nicht nur Lacher, sondern auch virale Aufmerksamkeit für beide Seiten.