Warum Polen als Hanse-Sail-Partnerland ein wichtiges Signal ist
Polen als Hanse-Sail-Partner: ein wichtiges Signal

Auffällig häufig fielen bei den Politikeransprachen der Hanse-Sail-Eröffnungsfeier die Wörter „Friede“ und „friedlich“. Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) benutzte sie. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ebenfalls. Das ist kein Zufall. Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern fühlen sich nicht mehr sicher.

Dialog mit Russland kaum vorstellbar

Die Nachrichten von Anschlägen und Attacken auf Veranstaltungen und Zivilpersonen in Deutschland und Europa nehmen kein Ende. Dazu kommen täglich neue Berichte und Bilder vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Ein ernsthafter Dialog mit dem russischen Regime ist derzeit kaum vorstellbar. Das erkennen allmählich auch die treuesten Putin-Versteher.

Gemeinsame Bedrohung schweißt zusammen

Umso wichtiger ist es, dass Polen und Deutschland zusammenstehen. Mit der Wahl Polens als Partnerland der Hanse Sail setzen die Verantwortlichen ein wichtiges Zeichen.

Die Ostsee verbindet beide Länder, wie der polnische Gesandte in Deutschland, Jan Tombiński, bei der Eröffnungsfeier hervorhob. Das stimmt. Und es stimmt nicht nur wirtschaftlich und touristisch, sondern zunehmend auch sicherheitspolitisch.

Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Polen und Deutschland feindlich gegenüberstanden. Was sie eint, ist heute auch eine gemeinsame Bedrohung. In Polen wusste man um diese Gefahr schon etwas länger.

In Deutschland – und gerade an der politischen Spitze Mecklenburg-Vorpommerns – war ein Crashkurs in Realitätserkennung nötig.

Umso wichtiger ist es, die polnischen Hinweise und Warnungen ernst zu nehmen. Nicht nur auf den Segelbooten.