Toter nach Explosion in Schweriner Wohnhaus – Haus unbewohnbar
Toter nach Explosion in Schwerin

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Schweriner Feldstadt ist am Donnerstagvormittag ein Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich kurz vor 10 Uhr in der Seestraße zunächst eine Explosion aus bislang ungeklärter Ursache, anschließend geriet das fünfgeschossige Gebäude in Brand. Flammen schlugen aus den Fenstern, dichter Rauch breitete sich über mehrere Etagen aus.

Eine Person gerettet, eine tot geborgen

Während der Löscharbeiten fanden die Einsatzkräfte einen bislang unbekannten Mann leblos in dem Haus. Seine Identität wird noch ermittelt. Eine weitere Person konnte mithilfe einer Drehleiter aus dem Gebäude gerettet werden. Sie kam mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.

Wohnungen vorerst unbewohnbar

Am Freitag teilte die Polizei mit, dass die sechs Wohnungen in dem Eckgebäude vorerst nicht mehr nutzbar seien. Das Gebäude sei zwar nicht einsturzgefährdet, jedoch bestehe die Gefahr, dass lose Teile, insbesondere Glasscherben der zerstörten Fenster, herunterfallen. Aus Versicherungsgründen dürfen die Wohnungen bis auf weiteres nicht betreten werden. Wie lange das gilt, ist derzeit unklar. Die elf betroffenen Mieter seien bei Bekannten und Verwandten untergekommen.

Ursache weiterhin unklar

Mehr als 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Schwerin und zweier Freiwilliger Feuerwehren waren am Donnerstag im Einsatz. Das angrenzende Wohnhaus wurde vorsorglich evakuiert, der Bereich weiträumig abgesperrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Neben dem Kriminaldauerdienst waren auch Sprengstoffermittler zur Spurensicherung im Einsatz. Der Straßenbereich wurde inzwischen mit einem Bauzaun abgesperrt.