Das Heimatmuseum Warnemünde besitzt Erinnerungsstücke aus der Zeit der Fischerei-Produktions-Genossenschaft (FPG), darunter Konservengläser mit Heringsfilet, Bismarckhering und Rollmops. Die Produkte wurden bis zur Wende in Warnemünde verarbeitet.
FPG-Produktion in Warnemünde
Der Leiter des Heimatmuseums, Christoph Wegner, erinnert daran, dass es in Warnemünde eine große Fischerei-Produktions-Genossenschaft gab. Die Konservengläser aus der Produktion wurden für die damalige Handelskette „Delikat“ hergestellt.
Als Produktionsstandort nennt Wegner die heutige Bowlingbahn in der Alten Bahnhofstraße. Im Museum existieren Innenaufnahmen der Verarbeitung, auf denen das Einlegen von Rollmops dokumentiert ist.
Genossenschaftliche Organisation
Die FPG war genossenschaftlich organisiert. „Gefangener Fisch aus Warnemünde und von anderen Standorten wurde hier verarbeitet“, sagt Wegner. Das Warnemünder Original Karl-Heinz Ruschau, der in diesem Jahr gestorben ist, hatte zahlreiche Geschichten aus FPG-Zeiten auf Lager.
Entgegen der Annahme, es habe in Warnemünde in der DDR keine industrielle Fischverarbeitung gegeben, ist das Gegenteil richtig. Das Museum hütet zudem einen Teller, der 1980 zum 25-jährigen Bestehen der FPG angefertigt wurde.