Auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns sind seit Jahresbeginn deutlich weniger Menschen bei Unfällen gestorben als im Vorjahreszeitraum. Nach einer vorläufigen Auswertung der Verkehrsunfallstatistik kamen in den ersten sechs Monaten 2026 insgesamt 35 Menschen ums Leben – im Vorjahreszeitraum waren es 47, wie eine Sprecherin des Innenministeriums mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um rund 25 Prozent.
Mehr Unfälle, aber weniger Tote
Gleichzeitig verzeichnete die Behörde mehr Verkehrsunfälle als in den ersten sechs Monaten 2025. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres stieg die Zahl um 802 auf 26.386 Unfälle an.
Die Halbjahresbilanz unterbricht damit den Anstieg der Verkehrstoten der vergangenen beiden Jahre. 2025 hatte Mecklenburg-Vorpommern bundesweit mit 50 Toten je eine Million Einwohner prozentual die meisten Unfalltote; der Bundesdurchschnitt lag bei 34.
Speed Week: Mehr Kontrollen gegen Temposünder
In dieser Woche beteiligt sich die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern an der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion „Roadpol Speed Week“. Dabei wird deutlich häufiger kontrolliert als üblich. Im Fokus stehen vor allem Temposünder, denn überhöhte Geschwindigkeit ist weiterhin die häufigste Ursache tödlicher Unfälle.
Innenminister Christian Pegel will die Zahlen nun genauer auswerten: „Jeder tödliche Verkehrsunfall wird sorgfältig ausgewertet, damit wir unsere Maßnahmen noch gezielter ausrichten und die Verkehrssicherheit durch Aufklärung, Prävention und Kontrollen weiter stärken können“, sagte der SPD-Politiker.
Details zu den Opfern
Wie viele Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer unter den 35 Todesopfern sind, ist bislang nicht bekannt. Im ersten Halbjahr 2025 starben unter anderem fünf Radfahrer und zehn Fußgänger bei Verkehrsunfällen. Ein 66 Jahre alter Radfahrer, der zuletzt nach einem Zusammenstoß mit einem Auto auf Rügen ums Leben kam, ist bereits in der aktuellen Halbjahresstatistik enthalten.