Neue NVS-Busse ohne Ticketautomat: So bezahlen Fahrgäste jetzt
Neue NVS-Busse ohne Ticketautomat: So bezahlen Fahrgäste

Der Schweriner Nahverkehr (NVS) stellt 17 neue Busse in Dienst, die ältere Fahrzeuge ersetzen. Die ersten neuen Busse sind bereits im Stadtgebiet unterwegs. Allerdings fehlen in diesen Fahrzeugen noch die Ticketautomaten. Fahrgäste können dort derzeit keine Fahrscheine kaufen. Die Fahrt ist deshalb aber nicht kostenlos.

Etwa sechs Busse ohne Automat im Umlauf

Laut Ines Krull vom NVS-Marketing sind etwa ein halbes Dutzend Busse ohne Fahrscheinautomat unterwegs. Die neuen Fahrzeuge werden nicht mit herkömmlichen Automaten ausgestattet, sondern mit sogenannten IDA-Geräten. IDA steht für ID-based Ticketing. Dabei ist das genutzte Zahlungsmittel – etwa EC- oder Kreditkarte – zugleich das Ticket.

Wer nicht mit Karte oder Smartphone bezahlen möchte, kann eine Prepaid-Karte nutzen. Diese kann wie eine Telefonkarte zum Beispiel im Kundencenter des Nahverkehrs am Marienplatz aufgeladen werden. In den Straßenbahnen des NVS ist das Bezahlen via IDA bereits seit einiger Zeit möglich.

Ende August sollen die IDA-Geräte eintreffen

Die IDA-Geräte für die Busse sollen Ende August eintreffen und anschließend eingebaut werden. Bis dahin weisen Schilder mit der Aufschrift „Achtung! Aktuell kein Ticketautomat im Fahrzeug!“ auf das Fehlen der Geräte hin. „Wir bitten unsere Kunden, die Fahrt zum Beispiel in der App zu bezahlen oder einen Fahrschein an einem stationären Automaten zu lösen“, sagt Krull. Die Kontrolleure seien entsprechend instruiert.

Insgesamt verfügt der Nahverkehr über 44 Busse, etwa ein gutes Drittel davon wird nun ausgetauscht. In den verbleibenden alten Bussen gibt es weiterhin die bisherigen Ticketautomaten sowie zusätzlich ein IDA-Gerät. Bis Ende des Jahres soll die Nachrüstung abgeschlossen sein.

IDA-System wurde zunächst in Straßenbahnen erprobt

Vor rund einem Jahr wurde das IDA-System probeweise in 15 Straßenbahnen erprobt. Vor allem ältere Fahrgäste hatten anfangs Schwierigkeiten mit dem digitalen Ticketsystem und mieden die gelbumrandeten Zahlterminals.

NVS-Geschäftsführer Thomas Schlüter betonte, dass er den Abschied vom Fahrschein nachvollziehen könne, ließ aber keinen Zweifel daran, dass digitales Bezahlen die Zahlungsmethode der Zukunft sei.