Ein lauter Knall, berstende Fenster, eine Feuerwalze aus einer Wohnung – so beginnt der Donnerstagmorgen in der Seestraße 23 in Schwerin. Bei dem anschließenden Brand in dem Mehrfamilienhaus kommt ein Mensch ums Leben, eine weitere Person wird verletzt. Die Polizei ermittelt, Sprengstoffermittler sind im Einsatz.
Explosion und Feuerwalze erschüttern das Haus
Nachbarn berichten von einem explosionsartigen Knall, der kurz vor 10 Uhr zu hören war. Dietmar S. aus dem Nachbarhaus beobachtet das Geschehen: „Ich schaute zum Fenster und dabei auf unser Außenthermometer, das zeigte kurz nachdem die Stichflammen aus den geborstenen Fenstern brachen 40 Grad Celsius an.“ Die Flammen greifen schnell auf weitere Wohnungen über.
Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an, Atemschutzträger kämpfen sich in das Gebäude vor. Der Einsatzleiter Stefan Krohn bestätigt: „Leider konnten wir eine Person nur tot bergen. Eine weitere wurde über die Drehleiter gerettet.“ Die verletzte Person kommt mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Ermittlungen und Fragen zur Brandursache
Die Polizei bestätigt, dass eine „unbekannte männliche Person leblos im Haus gefunden“ wurde. Die Identität ist noch unklar. Das angrenzende Haus wird evakuiert, ein Hund und mehrere Katzen können gerettet werden. Der Brandort wird beschlagnahmt, die Kriminalpolizei und Sprengstoffermittler sind vor Ort, ein Brandsachverständiger wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hinzugezogen.
Die Polizei bestätigt am Nachmittag: „Aus bislang ungeklärter Ursache kam es bisherigen Erkenntnissen zufolge zunächst zu einer Explosion. In der Folge brach in dem Gebäude ein Brand aus.“ Anwohner spekulieren über den Bewohner der Brandwohnung, die Polizei verweist aber auf die laufenden Ermittlungen.
Brand unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen
42 Einsatzkräfte sind vor Ort, darunter Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst und freiwillige Feuerwehren. Gegen Mittag entspannt sich die Lage, der Brand ist unter Kontrolle. „Der Brand ist unter Kontrolle, aber die Nachlöscharbeiten dauern noch“, sagt Krohn. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise mit Bild- und Videomaterial geben können, sich unter der Rufnummer 0385 51804720 zu melden.