Dunkle Rauchwolken steigen über den Feldern auf, Sirenen durchbrechen die sommerliche Ruhe. Binnen weniger Stunden mussten Feuerwehren im Schweriner Umland gleich zweimal zu Bränden ausrücken, die im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Arbeiten standen. Am 2. August brannte abends in Consrade eine Heupresse vollständig aus und am 3. August brannte in Kleefeld erneut ein Stoppelfeld. In beiden Fällen verhinderten das schnelle Eingreifen der Feuerwehren und das besonnene Handeln der Landwirte Schlimmeres.
Heuballenpresse brennt völlig aus
Der erste Einsatz ereignete sich am Sonntag, 2. August, gegen 17.30 Uhr in Consrade. Hinter der Straße „Am Damm“ stiegen plötzlich dichte schwarze Rauchwolken über einer Wiese auf. Bei Heuarbeiten war eine Heuballenpresse in Brand geraten. Binnen kurzer Zeit stand die Arbeitsmaschine in Flammen.
Die Feuerwehren aus Plate, Raben Steinfeld und Schwerin rückten aus und konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Für die Heupresse kam jedoch jede Hilfe zu spät, sie wurde vollständig zerstört. Nach Angaben von Jessica Lerke, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock, entstand allein an der Presse ein Schaden von rund 60.000 Euro. Auch das Zugfahrzeug wurde durch das Feuer erheblich beschädigt, hier beläuft sich der Schaden auf weitere etwa 40.000 Euro. Eine Gefahr für umliegende Wohnhäuser bestand nach Polizeiangaben nicht.
Mehrere Wehren verhindern Großbrand in Kleefeld
Nur einen Tag später mussten die Einsatzkräfte erneut ausrücken. Gegen 10.40 Uhr wurde ein Brand auf einem Stoppelfeld bei Kleefeld gemeldet. Bei Feldarbeiten hatten sich Strohreste entzündet. Begünstigt von der sommerlichen Trockenheit breiteten sich die Flammen rasch über das Feld aus.
Alarmiert wurden die Feuerwehren Leezen, Cambs, Langen Brütz, Zittow, Liessow, Neu Schlagsdorf, Raben Steinfeld sowie die Amtswehrführung des Amtes Crivitz. Gemeinsam gelang es den Einsatzkräften, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Denn in direkter Nähe war noch ein Getreidefeld mit vollem Bestand.
Einen entscheidenden Anteil daran hatten erneut die Landwirte vor Ort. „Die Landwirte haben erneut einen guten Job gemacht und schnell dafür gesorgt, dass die Flammen sich nicht zu weit ausbreiten, und das sehr erfolgreich“, lobt Vize-Amtswehrführer Tim Kuhlmann das umsichtige Handeln während des Einsatzes.
Nach Angaben der Polizei wurde eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern Stoppelfeld beschädigt. Als Ursache wird ein technischer Defekt an einer Arbeitsmaschine vermutet. Ein weiterer Sachschaden entstand nach bisherigen Erkenntnissen nicht.