Die Sternberger Pastinetten haben beim 33. Drachenbootfestival in Schwerin das B-Finale der Championsklasse erreicht und dort den sechsten Platz belegt. Die Frauen des Vereins sicherten sich im A-Finale über 200 Meter sogar den Sieg. Damit setzte das Team ein Ausrufezeichen, nachdem es im Mai noch öffentlich nach Verstärkung gesucht hatte.
Starker Auftakt beim Sprint Cup
Schon am Freitagabend gelang den Sternbergern beim Sprint Cup ein starker Auftakt: Hinter dem Team de Zuariner aus Schwerin sicherten sie sich Platz zwei. Vereinschef Eric Frank bezeichnete den Freitag als „Aufwärmprogramm“, um vor dem Saisonhöhepunkt am Wochenende den ersten Druck aus der Mannschaft zu nehmen. Auch einige Neue saßen erstmals mit im Boot und erlebten die besondere Atmosphäre auf dem Pfaffenteich.
Dass überhaupt neue Gesichter dabei sind, ist für den Verein ein Erfolg. Noch im Frühjahr hatte er intensiv um Verstärkung geworben. Beim Aktionstag kamen laut Frank zehn bis elf Interessierte vorbei – fünf davon sind inzwischen fest bei den Pastinetten geblieben. Nachwuchs zu finden, werde generell schwieriger: „Wenn man sich so mal in den Booten umschaut, wird die Szene immer älter“, sagte der 38-Jährige. Junge Menschen müsse man dort erreichen, wo sie unterwegs seien – vor allem in den sozialen Medien.
Knapp besetzt, aber erfolgreich
In Schwerin waren die Sternberger knapp besetzt. 22 Aktive standen am Wochenende zur Verfügung, damit zwischendurch gewechselt werden konnte. Die Altersspanne war groß: Einige sind Anfang 20, der Älteste Mitte 60.
Auch die Frauen des Vereins waren erfolgreich. Als „Ladykracher“ traten sie am Sonnabend über 1000 Meter an. Mit einer Zeit von 4:44,18 Minuten reichte es beim Großen Preis von Schwerin für Platz drei. Dabei sollte trotz sportlichen Ehrgeizes eines nicht verloren gehen: der Festivalcharakter. Nach den Rennen saß die Mannschaft zusammen, bestellte Pizza, wertete den Tag aus und genoss die Atmosphäre. „Sportlich ist der Fokus“, sagte Frank. Daneben gehe es darum, locker zu bleiben.
Saisonhöhepunkt auf dem Pfaffenteich
Seit 2007 kommen die Pastinetten zum Drachenbootfestival nach Schwerin. Für Frank ist die Veranstaltung bis heute etwas Besonderes. „Das ist das Größte mit so vielen Teams, mit so einer geilen Strecke“, sagte er. „Das Drumherum und alles, das findet man kaum woanders.“
Am Sonntag ging es für die Sternberger noch einmal um die entscheidenden Platzierungen. Am Ende schafften sie es in der Championsklasse bis ins B-Finale und belegten dort den sechsten Platz. Für die Ladykracher endete das Drachenbootfestival sogar mit einem Sieg: Im A-Finale der Frauen über 200 Meter paddelten sie in 52,19 Sekunden auf Platz eins und ließen HKC21 United Woman, Spree Sisters und Lucky Island Ladys hinter sich.
Für Frank zählte dabei nicht allein die Zahl auf der Ergebnisliste. Entscheidend sei, dass die Stimmung im Boot stimmt: „Man darf nicht zu viel Druck machen.“ Denn wenn der Kopf fest werde, funktioniere es nicht.