Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern will bei der Landtagswahl im September eine Alleinregierung erreichen. Das bekräftigte Spitzenkandidat Leif-Erik Holm beim offiziellen Wahlkampfauftakt in Stralsund. „Wir müssen die Alleinregierung erreichen, das ist die große Aufgabe“, sagte er. „Wahrscheinlich werden wir sie erreichen bei etwa 43 Prozent. Da müssen wir wirklich noch etwas arbeiten, aber die Dinge sind dynamisch.“
Umfragen sehen AfD vorn
Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen liegt die AfD zwar klar vorn, aber noch deutlich unter der von Holm ausgegebenen Zielmarke. Eine repräsentative Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des NDR von Anfang Juli sah die Partei bei 36 Prozent.
Hoffnung auf Rückenwind aus Sachsen-Anhalt
Schwung erhofft sich Holm von der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die 14 Tage vor der Wahl im Nordosten stattfindet. Dort lag die AfD laut der jüngsten Infratest-dimap-Umfrage für MDR, WDR, „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ bei 41 Prozent und damit ebenfalls deutlich vor den anderen Parteien.
„Die sind also so dicht dran, die brauchen wahrscheinlich auch etwa so 43 Prozent“, sagte Holm bei der Kundgebung. „Und wenn die das schaffen, was meint ihr, was dann los ist?“ Dann gebe es einen Endspurt, „den es so noch nie gegeben hat“.
Generalsekretär rechnet mit baldiger Übernahme
Dario Seifert, Generalsekretär der AfD in MV, baute für den Fall vor, dass es nicht zur Alleinregierung reicht. „Lass' sie am Ende sich gerne zusammenfinden, wie sie es in Thüringen und anderswo gemacht haben, und irgendwelche AfD-Abwehrkoalitionen bilden“, sagte er mit Blick auf ein mögliches Bündnis anderer Parteien. Eine solche Koalition werde nicht lange halten. „Und dann ist die Zeit gekommen, die Zeit der AfD.“