Der Aufruf von Linken-Landtagskandidat Daniel Trepsdorf, bei der Landtagswahl am 20. September im Wahlkreis 8 (Schwerin) nicht ihn, sondern SPD-Direktkandidatin Manuela Schwesig zu wählen, sorgt für Reaktionen. Ziel ist es, einen Sieg des AfD-Kandidaten Leif-Erik Holm zu verhindern. Trepsdorf bezeichnet Holm als Rechtsextremisten.
Holm spricht von „Manschetten“
Leif-Erik Holm reagierte auf den Vorfall. „Da hat wohl jemand Manschetten, weil das Rennen um die Landeshauptstadt ein bisschen knapp geworden ist“, erklärte der AfD-Mann. „Es spricht für die Stärke der AfD, dass die Linke jetzt für Schwesig die Notbremse ziehen musste.“ Dies erinnere ihn an die Schweriner Oberbürgermeisterwahl, als die Linke auf einen eigenen Kandidaten verzichtete.
BSW: „An Unterwürfigkeit nicht zu toppen“
BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel äußerte sich ebenfalls. „Die Linke ist nun endgültig Schwesigs Schoßhund“, erklärte er. Der Aufruf zur Wahl der SPD-Frau sei „einfach nur peinlich und an Unterwürfigkeit nicht zu toppen“. Schabbel forderte Aufklärung zur Frage, „ob die Ministerpräsidentin die Linke um diesen Wahlaufruf gebeten hat“.
Trepsdorf hatte seinen Aufruf damit begründet, dass seine Stimmen bei der Direktwahl entscheiden könnten. Die Zweitstimme sollten seine Wähler weiterhin den Linken geben. Aus der SPD blieb es bislang ruhig zum Thema. Eine Ausnahme bildet Erik von Malottki, Kandidat in Neubrandenburg, der den Aufruf Trepsdorfs in einem Video überschwänglich lobte.