Die AfD hat sich zum Abschluss ihres Landtagswahlkampfs in Mecklenburg-Vorpommern siegessicher gezeigt. Was ihm vor zwei Wochen gelungen sei, sei auch in Mecklenburg-Vorpommern möglich, sagte der Wahlsieger aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bei einer Kundgebung in Schwerin vor laut Polizei mindestens 1.000 AfD-Anhängern. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern seien nur der Anfang. „Im Osten geht die Sonne auf, aber sie wird über ganz Deutschland scheinen“, versprach er.
Protest in Hörweite
In Hörweite zu der Kundgebung auf dem Markt gab es lautstarken Protest. Die Polizei sprach von 350 Gegendemonstranten. Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort und trennte die Lager.
Siegmund: AfD in MV bei knapp 40 Prozent
Auch wenn die AfD in Mecklenburg-Vorpommern in jüngsten Umfragen einige Prozentpunkte hinter den knapp 44 Prozent zurückliege, die er in Sachsen-Anhalt geholt habe: „Wir reden hier über knapp 40 Prozent“, sagte Siegmund. „Das sind Ergebnisse, von denen können andere Parteien träumen. Ehemalige Volksparteien beispielsweise, die hier jetzt um den Einzug in den Landtag kämpfen müssen.“
Nach der jüngsten Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ vor der Wahl am Sonntag liegt die AfD bei 36 Prozent - einen Punkt hinter der SPD, die auf den letzten Metern an ihr vorbeigezogen ist. Die Linke erreicht demnach 9 Prozent, die CDU 6, die Grünen 5, das BSW 4 Prozent.
Holm fordert Denkzettel für Merz und Klingbeil
AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm forderte die Menge auf, am Sonntag beide Kreuze bei der AfD zu machen - „für die blaue Wende und eine politische Änderung in diesem Land“.
28 Jahre SPD-Regierung im Nordosten seien genug, sagte er. Mit Blick auf die schwarz-roten Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sagte er: „Diese Wahl hier in Mecklenburg-Vorpommern ist auch ein Denkzettel für die Merz-Klingbeil-Regierung in Berlin. Und nicht nur das, sondern es soll das Zeichen sein, dass diese Regierung endlich weg muss.“