Niedrigwasser: MV lockert Lkw-Sonntagsfahrverbot
Niedrigwasser: MV lockert Lkw-Fahrverbot

Mecklenburg-Vorpommern reagiert auf Transportengpässe durch das anhaltende Niedrigwasser unter anderem am Rhein. Wie zuvor andere Bundesländer lockert das Land das Sonntagsfahrverbot für Lkw. Ab dem kommenden Wochenende dürfen Lastwagen auch in Mecklenburg-Vorpommern an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein. Das normalerweise geltende Fahrverbot wird zumindest vorübergehend ausgesetzt, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Schwerin bestätigte. Wie lange die Ausnahme gilt, ist offen.

Verband begrüßt Schritt

Der Verkehrsgewerbe-Verband begrüßte den Schritt. Das sorge für einen besseren Warentransport, auch wenn Mecklenburg-Vorpommern sicherlich weniger betroffen sei.

Hintergrund: Niedrige Pegel belasten Güterverkehr

Hintergrund sind die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände auf vielen deutschen Flüssen. Weil Frachtschiffe immer weniger Ladung transportieren können, wird es zunehmend schwieriger, Güter auf dem Wasserweg von A nach B zu bringen. Besonders das historische Niedrigwasser am Rhein belastet die Wirtschaft seit Wochen. Aber auch auf der Elbe ist der Gütertransport wegen des geringen Wasserstands eingeschränkt.

Andere Bundesländer haben bereits reagiert

Damit die Lieferketten nicht ins Stocken geraten, sollen verstärkt Lastwagen einspringen - und dafür auch am Wochenende fahren. Mehrere Bundesländer haben bereits reagiert: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz oder Saarland hatten das Fahrverbot schon am vergangenen Wochenende gelockert. Baden-Württemberg und Bayern ziehen mit Mecklenburg-Vorpommern zum kommenden Wochenende nach.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte vergangene Woche bei einem Spitzentreffen mit Wirtschaftsverbänden und Unternehmen mehrere Sofortmaßnahmen angekündigt. Dazu gehört auch eine Lockerung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw.

Folgen des Niedrigwassers

Angesichts des Niedrigwassers fordern Handels- und Schifffahrtsverbände konkrete Schritte vom Verkehrsminister. Die Chemieindustrie warnt vor Produktionskürzungen. Auf den Autobahnen dürfte es voller werden.