Tabellenführer Siedenbollentin verpflichtet Stürmer aus der Regionalliga
Siedenbollentin holt Stürmer aus der Regionalliga

Fußball-Oberligist SV Siedenbollentin geht als Tabellenführer und mit zwei neuen Spielern in das dritte Heimspiel der neuen Saison. Ade Tesfaw und Antek Wrebiakowski haben beim SVS Verträge unterschrieben. Am Samstag (14 Uhr) ist Aufsteiger Lok Stendal im Reuter-Sportpark zu Gast.

Zwei Neuzugänge für die Offensive

„Mit den beiden haben wir offensiv noch mal ein paar Optionen mehr bekommen“, sagte Cheftrainer Christoph Haker vor der Partie. Tesfaw spielte in der Vorsaison beim Greifswalder FC, wo er vorrangig in der Verbandsliga-Elf zum Einsatz kam (25 Spiele/6 Tore). Der Außenbahnspieler hatte sich im Sommer auch bei der TSG Neustrelitz vorgestellt, zu einem Vertragsabschluss kam es aber nicht. Der 20-jährige Neuseeländer ist allerdings noch nicht für den SVS spielberechtigt.

Mit Antek Wrebiakowski kommt ein Regionalliga-erfahrener Offensivmann in den Reuter-Sportpark, der in der Region kein Unbekannter ist. Der 20-jährige Pole hatte sich 2021 im Trikot der B-Jugend des 1. FC Neubrandenburg als Torjäger einen Namen gemacht und war dann zum FC Hansa Rostock gewechselt. Für Hansa U23 spielte er 13 Mal in der Oberliga (3 Tore). In der vergangenen Saison lief der Stürmer für Regionalligist BFC Dynamo auf; dort kam er auf zehn Einsätze.

Eglseder fällt aus

Bei den Berlinern blieb ihm der Durchbruch versagt, zuletzt war Wrebiakowski, ehemaliger U18-Nationalspieler Polens, vereinslos. Beim SVS hat er erst einmal für ein Jahr unterschrieben. „Wir hoffen, dass Antek gegen Stendal schon im Kader stehen kann“, sagte Haker.

In der Offensive hat das Trainerteam damit am Samstag eine Möglichkeit mehr, in der Defensive fällt der Chef hingegen aller Voraussicht nach aus. Kapitän Mike Eglseder laboriert an einer Leistenverletzung. „Stand jetzt wird Mike nicht spielen können“, sagte der Trainer. Als Optionen stehen Nils Röth und Carlos Hartig bereit. Fehlen wird dazu Oskar Fijalkowski. Gegen Stendal kann der Spitzenreiter ansonsten auf den vollen Kader zurückgreifen.

Stabilere Defensive

Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind die Verantwortlichen beim SVS sehr zufrieden. „Neun Punkte nach vier Spielen, das hätte hier vor Saisonbeginn jeder unterschrieben“, sagte Christoph Haker. Vor allem die Defensive, in der Vorsaison das große Sorgenkind des Vereins, hat sich offensichtlich stabilisiert. In den ersten beiden Heimspielen gegen Eintracht Mahlsdorf (2:0) und Union Klosterfelde (3:0) blieb Bolle ohne Gegentor. „In der Defensive stehen wir deutlich besser. Nach vorn fehlt es uns aktuell noch etwas an Ruhe und auch Mut“, sagte der Trainer.

Nach dem 2:1-Sieg zuletzt bei Hertha 03 Zehlendorf ist Bolle sogar der Sprung an die Tabellenspitze gelungen. Das sei sehr schön, aber eben auch nur eine Momentaufnahme, sagte Haker und fügte hinzu: „Wir möchten uns damit auch gar nicht so sehr beschäftigen, haben unser Saisonziel ja klar definiert. Wir wollen erstmal so viele Punkte wie möglich holen.“