Nachdem eine Redakteurin des Nordkurier einen Lottogewinn von 10,10 Euro erzielt hatte, der jedoch in Mecklenburg-Vorpommern statt in Brandenburg auf sie wartete, erreichten sie zahlreiche Lesertipps. Diese zeigen, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, an den Gewinn zu kommen, ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen.
Leservorschläge: Von Fahrradtour bis Brief
Jörn Groth schlug vor, eine samstägliche Radtour nach Feldberg zu unternehmen und den Gewinn für Eis auszugeben. Er meinte, man könne die 40 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, obwohl er persönlich einige Straßen mit dem Rad meiden würde. Als Einheimische, so seine Einschätzung, sollte die Redakteurin Schleichwege kennen.
Dennis Krause hingegen riet, die Quittung an die Lottozentrale in Mecklenburg-Vorpommern zu schicken. Er selbst hatte vor drei Jahren im Keno-Lotto 10.000 Euro gewonnen. „Ich setzte 3,60 Euro ein“, berichtete er. Im Kiosk stellte ein Mitarbeiter fest, dass die Gewinnsumme größer war, als er hätte auszahlen dürfen. Die Grenze lag bei 500 Euro; Gewinne darüber überweist die Lottozentrale. Krause scheint ein Glückspilz zu sein: Beim Fernsehsender VOX gewann er bereits einen Aprilia-50-ccm-Roller im Wert von 3600 Euro. Insgesamt gewann er in den vergangenen Jahren 13.600 Euro. „Davon kann man nicht leben, aber man freut sich kurz. Vor etwa vier Jahren schrammte ich ganz knapp an der 100.000-Euro-Marke vorbei. Die Gewinnzahl bei der Glücksspirale lautete 023456 – ich hatte 223456. Leider gewann ich nichts, alle Zahlen hätten richtig sein müssen. Glücksspiel eben.“
Rückfrage bei der Lottozentrale
Die Redakteurin rief daraufhin bei der Lottozentrale in Mecklenburg-Vorpommern an. Eine Mitarbeiterin erklärte, sie könne die Quittung innerhalb von 40 Wochen in MV persönlich einlösen – vielleicht beim nächsten Urlaub. Alternativ solle sie die originale Spendenquittung mit ihrer Bankverbindung per Post einsenden; dann überweist die Zentrale den Betrag.
Weitere Erfahrungen von Gewinnern
Tobias Scheffel aus Norderstedt (Schleswig-Holstein) berichtete, dass bei ihm das Prozedere funktionierte. Er war im Sommer 2007 mit einer Wandergruppe ins Kleine Walsertal unterwegs. Am Abreisetag spielte er in Riezlern noch Samstaglotto und gewann – drei Richtige. Auch er stand vor dem Problem, dass er den Lottoschein zu Hause nicht einreichen konnte. Er informierte sich bei BayernLotto, und die Mitarbeiter boten ihm an, das Geld zu überweisen. „Ich schickte den Lottoschein im Original per Post nach München, und wenige Tage später überwies BayernLotto das Geld auf mein Konto.“
Claudia Reißing erlebte dasselbe: Auch sie gewann im vergangenen Sommer während ihres Urlaubs an der Ostsee einen kleinen Geldbetrag. „Weil wir häufig ein paar Tage an der Küste verbringen, löste ich den Schein im Herbst ein. Das Lustige war, dass wir das Geld sofort wieder in einen neuen Lottoschein investierten und damit erneut einen Dreier holten. Das war dann wieder ein Grund, in unser Lieblingsurlaubsland zu reisen.“