Die Stadt Waren (Müritz) kann für die Sanierung der Springer Straße mit einer Landeszuwendung in Höhe von 851.700 Euro rechnen. Der Zuwendungsbescheid des Schweriner Wirtschaftsministeriums ist im Rathaus eingegangen. Der umstrittene Kreisverkehr bleibt Bestandteil der genehmigten Planung.
Straße in schlechtem Zustand
„Der Ausbau der Springer Straße ist seit langem vorgesehen. Die Fahrbahn weist in diesem Abschnitt erhebliche Schäden auf, darunter Ausbrüche und Schlaglöcher. Die gewährte Zuwendung trägt zur Finanzierung des Vorhabens bei. Mit der Maßnahme wird der Straßenzustand grundlegend verbessert und an die aktuellen Anforderungen angepasst“, erklärt Bürgermeister Norbert Möller (SPD). Die Gesamtkosten werden auf etwas mehr als 1,8 Millionen Euro geschätzt.
Bereits vor der Sommerpause wurde das Bauvorhaben im Warener Verkehrsausschuss vorgestellt. Der geplante Kreisverkehr an der Einmündung zur Dietrich-Bonhoeffer-Straße stieß dort auf Kritik. Grundstücksausfahrten und der Verkehr von Bussen und Lastwagen machen den Kreisel aus Sicht mancher schwierig.
Diskussion in der Stadtvertretung
Auch in der Stadtvertretersitzung kurz vor den Sommerferien entbrannte die Debatte um den Kreisverkehr erneut. Der Bürgermeister stellte daraufhin in Aussicht, dass ohne erneute Anhörung der Stadtvertretung keine Fakten geschaffen würden.
Der Bau eines Mini-Kreisverkehrs geht auf planerische Bewertungen aus den Jahren 2012 bis 2014 zurück. Ein Verkehrsgutachten habe ergeben, dass ein Kreisverkehr den Verkehrsfluss entlasten würde, heißt es aus dem Rathaus. „Auch die privaten Zufahrten im Einzugsbereich des Kreisverkehrs sind so kontrollierter ausgelegt. Vor dem Hintergrund dieser Bewertungen erschien das Aufstellen der Planung mit Kreisverkehr sinnvoll“, so die Verwaltung.
Förderung an Planung gebunden
Der von Stadtvertretern geäußerte Abstimmungs- und Bewertungsbedarf werde ernst genommen. Die Verwaltung weist jedoch darauf hin, dass Verkehrsplanungen bereits in frühen Phasen in den Fachausschüssen vorgestellt werden.
Eine Umplanung wäre nicht nur mit zusätzlichen Kosten verbunden. Der Fördermittelbescheid des Landes basiert auf der genehmigten Planung mit Kreisel. „Eine Planungsänderung würde gegebenenfalls zum Verlust der Förderung führen“, warnt das Bauamt.
Details zum Bauvorhaben
Der Ausbau betrifft die Springer Straße zwischen Ernst-Alban-Straße und Warendorfer Straße. Die Fahrbahn wird von der Warendorfer Straße bis zum Kreisel auf 7,25 Meter Breite in Asphaltbauweise hergestellt. Der Minikreisverkehr erhält einen Durchmesser von 22 Metern. Vom Kreisel bis zur Ernst-Alban-Straße beträgt die Breite 5,55 Meter.
Stadtauswärts entsteht ein gemeinsamer Geh- und Radweg, stadteinwärts wird der Radweg auf der Fahrbahn geführt. Die Springer Straße erhält auf gesamter Länge ein Entwässerungssystem für Regenwasser. Die Alleebäume bleiben erhalten. Der Baustart ist für 2027 geplant.