Der Bau der Ortsumgehung Mirow kommt schneller voran als erwartet. Die neue Straße soll den Verkehr auf der Bundesstraße 198 künftig südwestlich um die Stadt herumführen. Ziel ist es, Lärm und Schadstoffbelastung in der Stadt zu verringern. Die Baukosten liegen bei 58,6 Millionen Euro.
Zwei von neun Brücken sind fertig
Die Ortsumgehung hat eine Gesamtlänge von rund 8,3 Kilometern. Geplant ist ein zweistreifiger Neubau mit einer Straßenbreite von acht Metern. Insgesamt entstehen neun Brückenbauwerke. Das größte Bauwerk hat eine Spannweite von circa 73 Metern und führt über die Müritz-Havel-Wasserstraße.
Von den neun Brücken sind bereits zwei fertiggestellt, zwei weitere befinden sich noch im Bau. Im September soll ein weiteres Bauwerk über die Müritz-Havel-Wasserstraße im westlichen Abschnitt entstehen. Die circa 15 Meter langen Stahlspundwände wurden beidseitig des Wassergrabens gesetzt. Der Schiffsverkehr wird dadurch nicht eingeschränkt.
Baugrund im Moor erfordert Geduld
Die Natur bringt beim Straßenbau viele Herausforderungen mit sich. Zehn Bauabschnitte bewegen sich teilweise durchs Moor, das aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht angetastet werden darf. Auf das Moor wurde Baugrund aufgetragen, der sich circa 12 Monate setzen muss. Ein Vermessungsbüro ist mit der Überwachung beauftragt.
Bereits im Frühjahr wurde die sogenannte Vorlastschüttung in der Starsow-Niederung nahe der L25 eingebracht. Die Strecke ist circa einen Kilometer lang. 125.000 Tonnen Schüttung wurden auf den Boden gelegt, um die Tragfähigkeit zu verbessern.
Erdarbeiten gehen weiter
In der nächsten Woche beginnen zwischen der L25/Starsow und dem Radweg am Bahndamm die nächsten Erdarbeiten. Ab Oktober sollen dann auch zwischen der MSE20 und der B198 in Richtung Wesenberg die Erdarbeiten starten. Mitte 2030 soll die Ortsumgehung Mirow fertiggestellt sein.