Am 7. September beginnt die Anfuhr für die Rübenkampagne in der Anklamer Zuckerfabrik. Parallel dazu wird weiterhin am Kreisverkehr in der Pasewalker Allee gebaut – der Knotenpunkt bleibt voll gesperrt. Die bisherige Umleitung für den Fernverkehr aus Richtung Pasewalk führt über den Lilienthalring, der zugleich die Lkw-Zufahrt der Zuckerfabrik ist. Bereits jetzt bilden sich dort zu Hochzeiten lange Schlangen auf der Kreisstraße, die sich bis zur Einfahrt zum Wohngebiet am Gneveziner Damm und den Schanzenberg ausdehnen.
Stadt und Landkreis stimmen sich ab
Um die Situation ab September zu entschärfen, sei man aktuell mit der Verkehrsbehörde des Landkreises in Absprache, um eine geänderte Umfahrung auszuweisen, informiert Katharina Häusler aus dem Anklamer Bauamt. Ordnungsamtsleiter Raik Gabbe bestätigt die Gespräche. Die Entscheidungsgewalt liege beim Landkreis. Er geht davon aus, dass der Vorschlag der Stadt angenommen wird: Die offizielle Umleitung soll künftig weiträumig über die Ortsumgehung und die Friedländer Landstraße führen. So könnten ortsunkundige Autofahrer besser über die freie Zufahrt gelenkt werden. Die Anhörung dazu läuft noch.
Keine Einbahnstraße am Lilienthalring
Egal wie die Beschilderung ausfällt, eines scheint klar: „Die Anklamer vor Ort lassen sich davon sicherlich wenig beeinflussen“, räumt Gabbe ein. Eine Einbahnstraßenregelung am Lilienthalring sei bereits vom Tisch und angesichts der Baustellensituation schwer umsetzbar.
Bahnbaustelle abgewehrt
Einem weiteren Verkehrshemmnis hat die Stadt bereits widersprochen: Die Bahn wollte am Bahnübergang in der Bluthsluster Straße eine Baustelle beginnen und den Übergang sperren. Die Stadt bat um Aufschub – wegen der Einsatzzeiten von Feuerwehr und Notdienst, die im Ernstfall rechtzeitig zum Wohngebiet gelangen müssen. Auch hier liegt die Entscheidung bei der Verkehrsbehörde. Man sei sich jedoch mit dem Landkreis bereits einig.