Mehr als 150 Radfahrer sind dem Aufruf der Eggesiner Stadtvertreter gefolgt und haben erneut für einen sicheren Radweg entlang der L 28 zwischen Eggesin und Ahlbeck demonstriert. Die Teilnehmer wurden von Polizei und Feuerwehr begleitet.
Gefährliche Verbindungsstraße
Die sichere Trasse wird bereits seit Mitte der 1990er Jahre gefordert. Die wichtige Verbindungsstraße zwischen beiden Orten sei sowohl für Radfahrer als auch für Autofahrer gefährlich. „Wenn ich hier mit dem Auto unterwegs bin und die Sonne blendet, sind Radfahrer fast nicht zu erkennen“, berichtet eine Teilnehmerin.
Getan habe sich bislang nichts. Deshalb zeigen die Menschen der Region seit 2021 mit einer jährlichen Sternfahrt, dass sie von ihrer Forderung nicht abweichen. Am vergangenen Sonnabend starteten zeitgleich zahlreiche Eggesiner vom Rosengarten und zahlreiche Ahlbecker von ihrem Dorfplatz aus, um sich auf der L 28 zu treffen und dann gemeinsam nach Ahlbeck zu radeln.
Unterstützung von Politikern
„Wenn wir aufhören, haben wir verloren“, sagt Eggesins Stadtpräsident Gerhard Tewis. Gemeinsam mit Stadtvertreterin Christhilde Hansow und Bürgermeisterin Bianka Schwibbe werde er nicht locker lassen. Der Besuch von Landrat Michael Sack und dem Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann, die beide im vergangenen Jahr bei der Eröffnung der Demo anwesend waren, stimme ihn zuversichtlich.
„Sie haben gesagt, wir sollen nicht locker lassen, das motiviert uns weiterzumachen, auch wenn bisher nichts passiert ist“, so Tewis. Denn ein Radweg sei bislang nicht geplant.
Petition geplant
Das könnte sich jedoch bald ändern. „Um der Sache mehr Gewicht zu verleihen, planen wir eine Petition“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Hintersee, Wolfgang Urbanek. Auch er kämpfe seit Jahren für diese sichere Trasse und wünsche sich, dass der geforderte Radweg nicht in Ahlbeck ende, sondern über Gegensee bis Hintersee führe.
Für den nötigen Nachdruck wurden bereits auf der Demo Unterschriften gesammelt, die an die Petitionsstelle des Landes weitergereicht werden sollen. „Wird der Petition stattgegeben, erscheint sie auf der Seite des Landes Mecklenburg Vorpommern. Dann beginnt jedoch erst unsere richtige Arbeit“, so Urbanek. Innerhalb von sechs Wochen würden dann mindestens 1000 Unterschriften benötigt, damit sich der Landtag mit dem Anliegen beschäftigen müsse.