Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian hat die Angeklagte angekündigt, doch Fragen beantworten zu wollen. Das gab ihr Verteidiger Thomas Löcker am Dienstag in Rostock bekannt. „Aber nicht heute, das braucht Vorbereitungszeit“, sagte Löcker im Gerichtssaal. Richter Holger Schütt vereinbarte mit den Verteidigern, dass die 30-Jährige am 10. September den ganzen Tag lang angehört werden soll. „Das wird sehr strapaziös“, erläuterte der Anwalt.
Befragung zur Untermauerung der Aussage
Mit der Befragung will die Angeklagte ihre Aussage untermauern, die sie vor wenigen Tagen im Prozess verlesen hatte. Ihr wird „heimtückischer Mord“ an dem Jungen vorgeworfen. Sie soll Fabian, den Sohn ihres langjährigen Ex-Freundes, am 10. Oktober aus Güstrow abgeholt und erstochen haben. In der fast 100-seitigen Erklärung hatte sie die Tat bestritten.
Hintergründe des Falls
Die Frau aus Reimershagen geriet unter anderem unter Verdacht, weil sie die Polizei am 14. Oktober zu einem Tümpel bei Klein Upahl geführt hatte, wo die angebrannte Leiche des Jungen lag. Dabei hatte sie verschwiegen, dass sie schon am Abend des 13. Oktober 2025 mit einem Bekannten und einem Nachbarn dort am Tümpel, etwa 15 Kilometer nordwestlich von Reimershagen, gewesen war.
Die Ankläger vermuten, dass sie ihre Beziehung zu dem Vater Fabians wiederbeleben wollte. Auch das hat die Pferdesportlerin bestritten. Der Prozess soll im Oktober abgeschlossen werden.