Kreisoberliga Vorpommern: Diese Zu- und Abgänge gibt es in den sechs Teams
Kreisoberliga: Zu- und Abgänge der sechs Teams

In der Saison 2026/27 treten in der Kreisoberliga Vorpommern-Greifswald 14 Mannschaften an, darunter sechs Teams aus der Region – zwei mehr als in der Vorsaison. Der Nordkurier hat die sechs Vertretungen genauer unter die Lupe genommen und ihre Zu- und Abgänge sowie ihre Chancen bewertet.

Motor Eggesin: Optimismus nach dem Abstieg

Motor-Trainer Dieter Kehl zeigt sich optimistisch: „Nach dem Abstieg ist man eine Klasse tiefer der Gejagte. Den Druck, den wir haben, wollen wir jeden Gegner spüren lassen. Wir streben die Plätze eins bis fünf an.“

Zur Verstärkung kommen Sandro Koch, Lynn Alvin Friedrich (beide A-Jugend Vorwärts Drögeheide), Janni Pascal Purfürst (eigene Jugend), Franz Henrik (VFC Anklam), Niclas Schultz (A-Jugend SpVgg Torgelow-Ueckermünde), Kamin Damian Katitowski (Husaria Schwedt), Zoll Kamerie Amadou (Pommern Pasewalk) und Suliman Tabena (Dedelower SV). Insgesamt umfasst der Kader 23 Spieler.

Als Favoriten sieht Kehl neben seinem Verein den SV Sturmvogel Lubmin. Zum Saisonauftakt am 28. August trifft Eggesin auf den aktuellen Kreispokalsieger und Aufsteiger VSV Lassan.

FC Einheit Strasburg: Mitfavorit mit neuem Trainerteam

Nach Rang vier in der Vorsaison muss sich der FC Einheit Strasburg mit der Rolle des Mitfavoriten arrangieren. „Dessen sind wir uns auch bewusst und haben uns auf die Fahnen geschrieben, um Rang eins bis fünf mitzumischen“, sagt Hannes Dau, der zusammen mit Tobias Behrendts Trainer Tom Wasserstrahl als Co-Trainer unterstützt.

Der Kader umfasst 26 Spieler. Verlassen haben den Verein Franz Gehse (1. FC Neubrandenburg 04 II) und Oliver Dedelow (Ziel unbekannt). Neu dabei sind Johannes Eschrich (SG Mühlenwind Woldegk), Fin Wollenzien und Bastian Harms (beide eigene Jugend), Dustin Fertig (VfB Pommern Löcknitz) sowie Jakub Ratz aus Storkow.

Dau sieht Sturmvogel Lubmin und den FC Insel Usedom als Aufstiegsfavoriten, warnt aber vor „Wundertüten“ wie Lassan, RW Ahlbeck und Eggesin.

VfB Pommern Löcknitz: Klassenerhalt als Ziel

Trainer Falko Döbler erwartet eine schwere Saison: „Mit unserem Kader von 21 Aktiven wird es verdammt schwer. Letztlich aber wollen wir wieder versuchen, das Bestmögliche herauszuholen. Der Klassenerhalt ist das Ziel sowie die Weiterentwicklung der Mannschaft.“

Dustin Fertig wechselte zum Ligakonkurrenten FC Einheit Strasburg. Verstärkung kommt durch Fabian Rambow (FRV Plöwen), Nico Steingöfel (SV Blankensee 49) sowie die Eigengewächse Max Kriedemann, Konrad Schüttler und Joey Trabach. Auf einen Favoriten wollte sich Döbler nicht festlegen: „Das wird da oben, wie schon zuletzt erneut, richtig knapp.“

FV Rot-Weiß Ahlbeck: Sicherer Mittelfeldplatz als Ziel

„Wir sind gut aufgestellt, haben aber dennoch keinerlei Flausen im Kopf. Wenn es ein sicherer Mittelfeldplatz wird, wäre das schon eine schöne Sache“, sagt Christian Lieck, der die Hauptverantwortung an Norman Schwind abgegeben hat. Zusammen mit Olaf Brüssow wird er als Co-Trainer fungieren.

Dominik Lübeck hat sich nach Torgelow abgemeldet, während Franz Dohnke, Dominik Wolff und David Jarczewski aus persönlichen oder beruflichen Gründen ausscheiden. Neu ist Vincent Roßfeldt von der SpVgg Torgelow-Ueckermünde. Der Kader umfasst 27 Spieler. Zum Auftakt am 29. August gibt es ein Derby beim FC Einheit Strasburg.

SV Blankensee 49: Nichtabstiegsplatz angepeilt

„Die Fans können sich schon jetzt auf interessante Spiele freuen. Alle Partien werden sicherlich hart umkämpft sein“, sagt SVB-Torjäger Tom Camin. Das Ziel des Aufsteigers ist klar: ein Nichtabstiegsplatz. Trainer Tino Ringeltaube und sein Assistent Manuel Fetter müssen dabei auf Nico Steinhöfel (jetzt VfB Pommern Löcknitz) und Paul Drägler (Boocker SV) verzichten.

Neu im Kader sind Joe Trabach (Löcknitz/Jugend) und Alex Urbaniak (Eintracht Krackow). Der 25-Mann-Kader startet am 30. August auswärts beim SV Rollwitz. „Das wird für uns gleich ein richtiger Wahrsager“, so Camin.

SV Rollwitz: Neuaufbau mit vielen Neuzugängen

Der SV Rollwitz geht mit einer rundum erneuerten Mannschaft in die Saison. „Da wir so viele Neuzugänge und Abgänge haben, müssen wir uns als Team erst einmal finden und geschlossen bei jedem Spiel auftreten“, sagt Coach Rene Thom. Als Co-Trainer steht ihm Cedric Belz zur Seite, langjähriger Kapitän des SVR.

Neu sind Marvin Ebert (SV Göritz), Louis Joel Ilg (Jatznick), Adrian Kister, Kevin Neumann und Fabian Lindenberg (alle Rot-Weiß Prenzlau) sowie Lars Rhode und Florian Storm (beide Verein unbekannt). Nicht mehr dabei sind Tom Wünsche und die gesamte „Oldie“-Crew aus der Ü35.

Der Klassenerhalt hat Priorität. Belz sieht keinen klaren Favoriten: „Aber wenn man einen nennen müsste, dann denke ich Eggesin macht das Rennen.“