Wegen einer hinterhältigen und lebensgefährlichen Messerattacke in Wolgast muss sich ein Mann Anfang August vor dem Landgericht Stralsund verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-jährigen Wolgaster versuchten Totschlag vor.
Hinterhalt an der Wohnungstür
Der Angeklagte soll im Januar 2026 einen Bekannten in einem Mehrfamilienhaus in Wolgast aufgesucht haben. Nach dem Klingeln und Öffnen der Wohnungstür stach er dem 57-jährigen Opfer mit einem Messer in den Hals. Der Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen, konnte aber durch eine Notoperation gerettet werden.
Dem attackierten Mann gelang es laut Polizei, die Wohnungstür zu schließen und selbst Rettungskräfte und Polizei zu alarmieren. Täter und Opfer kannten sich.
Flucht und Festnahme
Der Angeklagte, der unter Drogeneinfluss gestanden haben und teilweise geständig sein soll, flüchtete nach der Tat. Die Polizei konnte ihn in der Nähe finden und festnehmen. Seither befindet sich der mehrfach Vorbestrafte in Untersuchungshaft. Angaben zu einem Motiv wurden bisher nicht gemacht.
Prozessauftakt und Urteilserwartung
Der Prozess beginnt am 5. August vor der Schwurgerichtskammer in Stralsund. Vier Verhandlungstage sind geplant. Neben mehreren Zeugen sind zwei Gutachter beteiligt. Ein Urteil wird voraussichtlich am 13. August erwartet. Dem Angeklagten droht eine längere Freiheitsstrafe.